Tag 1 – Erste Eindrücke

Kiel, 10 Uhr, Schwentine und der gigantische Mast der Malizia Explorer, der majestätisch die anderen Boote überragt. Wir sind total verrückt danach, an Bord klettern zu dürfen.

Direkt heißt es, das schwere Gepäck zu verstauen: Vom Tauchblei über riesige Flossen bis hin zu den alltäglichen Klamotten muss alles an Bord.

Gegen Mittag legen wir ab. An Bord der Malizia Explorer. Ich kann es kaum fassen!

Und wir bemerken: Dieses Schiff ist berühmt. In der Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals sind wir richtige Stars. Schnell heißt es: „Tschüss, Kieler Förde!“ Und seitdem motoren wir in Ruhe neben beeindruckenden und bunten Containerschiffen durch die maritime Schnellstraße zur Nordsee.

Schnell? Naja, so 6,5 Knoten. Segelnd wären wir schneller, doch das kommt noch.

Die Stimmung ist bombastisch, die Sonne scheint und es ist viel Zeit für witzige Fotoshootings und ein erstes Kennenlernen. Wir haben unsere „Kelp Kann!“-Shirts an und es herrscht Weltretterstimmung.

Die Crew ist toll und nach einer Ansprache zu „Life on Board“ wissen wir jetzt auch Bescheid, wie das hier miteinander läuft. 20 Tage. Zu vierzehnt auf diesem wunderschönen Boot.

Ganz wichtig: Wenn man seekrank ist, gar nicht erst versuchen, sich ins Meer zu übergeben. Ich glaube, das Deck der Malizia ist sehr dankbar für diese Regel. Und Kaffee und Tee gibt es für alle.

Wasser und Energie sind limitiert und der Skipper sprach von unserem „kleinen Planeten“, um uns klarzumachen, dass die Ressourcen begrenzt sind. Genau wie auf unserem großen Planeten.

Jetzt am Abend, mit der sinkenden Sonne, bereits produziertem Social-Media-Content und tollen Ideen, sind wir immer noch nicht in der Nordsee – aber glücklich und noch gespannter auf unser gemeinsames Abenteuer.

Morgen erreichen wir dann bereits Helgoland. Da warten spannende Kelp-Proben auf uns und wir können uns endlich dem Entdecken widmen.

Einen schönen Abend von Bord!

-Tonya Avemarg

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