Tag 12 – Früh verpasste Papageitaucher und die Verbindung zum Kelp

Bilder: Paula Baierlein

1.Bild – Man sieht was für eine Wucht auf die Küste trifft und in der Welle erkennt man den Kelp

2.Bild – Ein Beispiel für die faszinierende Topographie der Küstenzonen in Norwegen

3.Bild – Im Hintergrund sieht man das Marine Umweltcenter, wo wir Anneliese Chapman getroffen haben und dahinter sieht man den majestätischen Mast, 36m,  der Malizia Explorer herausragen

Am frühen Morgen unseres zweiten Tages machten sich Tonya, Janosch und Josefa auf den Weg, um am örtlichen Vogelfelsen in Runde  ihr Glück bei der Beobachtung von Papageitauchern zu versuchen. Ganz gereicht hat es am Ende leider nicht: Die Brutsaison der sogenannten Puffins ist hier traditionell bereits Ende Juli vorbei, weshalb die Chance, jetzt noch späte Nachzügler zu entdecken, minimal war. Den Versuch war es bei den rauen Bedingungen dennoch allemal wert.

Der Atlantische Papageitaucher (Fratercula arctica) gehört mit seinem schwarz-weißen Gefieder, dem auffälligen Schnabel und dem clownesken Gang an Land zu den charismatischsten Seevögeln des Nordatlantiks. Als exzellente Flieger und noch bessere Taucher, die sich in Tiefen von bis zu 60 Metern vorwagen, verbringen sie den Großteil ihres Lebens auf dem offenen Ozean.

Auch wenn der Anblick primär das Herz höher schlagen lässt, schließt sich hier ökologisch der Kreis zu unserer Kelp-Forschung: Die dichten Unterwasser-Kelpbiotope dienen zahlreichen kleinen Fischen als geschützte Kinderstube und Versteck. Genau diese Schwarmfische sind wiederum die unverzichtbare Hauptnahrungsquelle, die die Puffins zur Versorgung ihres Nachwuchses benötigen. So zeigt sich einmal mehr, wie eng die marine Vogelwelt mit der Gesundheit der Küstenökosysteme und Kelpwälder verknüpft ist.

-Annkatrin Reitz

 

Bildquellen dieser Seite anzeigen

  • day12-52: © Okeanos Stiftung
  • day12-51: © Okeanos Stiftung
  • day12-50: © Okeanos Stiftung