Tag 13 – Stürmische See 

Am Morgen heißt es erstmal entspannen und die inspirierenden Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren lassen. Der starke vorhergesagte Wind lässt noch auf sich warten. Die Crew wirkt beinahe verwirrt: das Großsegel ist im dritten Reff, das bedeutet wir segeln mit kleinerer Segelfläche, aber der Wind beträgt 7 Knoten statt der 22, die das Wettermodell für diese Stelle vorhersagt. Trotzdem ist die Maschine aus und wir gleiten mit gemütlichen 7 Knoten durch die blauen Brecher, die bereits ziemlich hoch sind, denn weiter draußen herrscht bereits Starkwind. 

Gegen 16 Uhr frischt der Wind ordentlich auf. Ein Teller fliegt über Deck und der Autopilot wird unterstützt. Jetzt steuert die Crew manuell, um den Kurs zu halten. Ein paar Stunden vergehen, in der die Malizia Explorer heftig durchgeschüttelt wird. Der Kapitän macht eine Ansage: Schwimmwesten an Deck und einfach nicht rumlaufen! Diese Anweisung ist nicht nur zu unserer eigenen Sicherheit, sondern wir beeinträchtigen als bewegendes Gewicht das Gleichgewicht des gigantischen Segelbootes.

Kurz ist die Situation angespannt: die Crew entscheidet offensichtlich eine Kursänderung in Richtung Küste. Dort pustet es ein bisschen weniger. Jetzt ist alles relativ ruhig und der erste Tag auf hoher See ist gut überstanden. Es scheint als hätten sich alle an den Rhythmus des Nordmeeres gewöhnt, denn mit Seekrankheit hatte heute kaum einer zu kämpfen. 

Gute Nacht von Bord!

-Tonya Avemarg

 

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  • Tonya in Schieflage: © Okeanos Stiftung