Nach drei intensiven Tagen und Nächten auf dem rauen Nordmeer haben wir heute festen Boden unter den Füßen – und doch spielt unser Körper ein ganz eigenes Spiel mit uns. Der sogenannte „Sealegs“-Effekt hat uns voll erwischt!
Selbst in Henningsvær schwankt der Boden unter unseren Schritten, als würden wir noch immer über jede einzelne Welle des Nord Meers rollen. Nach tagelangem Ausgleichs-Manövern muss sich das Gleichgewichtssystem erst einmal wieder an die Erdanziehungskraft gewöhnen, die sich plötzlich keinen Zentimeter mehr bewegt. Es ist ein skurriles Gefühl, aber nach diesem Törn auch das unverkennbare Zeichen: Wir haben drei Tage lang echtes, wildes Seemannsleben gelebt, dem Wetter getrotzt, Neptuns Polarkreistaufe überstanden und sind als eingespieltes Team auf den Lofoten angekommen. Die Beine fangen sich bald wieder – das Abenteuer geht weiter!
-Annkatrin Reitz