Tag 18 – Kelp Cam – Algenfarmen: eine Seltenheit hier in Norwegen 

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 Auf unserer Expedition sind wir an unzähligen Fischfarmen vorbei gekommen, jedoch an keiner einzigen Algenfarm. Obwohl man Kelp anbauen kann.

Der Flügeltang und der Zuckertang wurden beispielsweise von der insolvent gegangenen Firma ‚Tango Seaweed’ angebaut. Auch die Firma ‚Blue Harvest’ hat ihre Produktion in Norwegen eingestellt und wirtschaftet nun in Asien. Das wurde uns zumindest so erzählt, weil die Garage hier auf Kabelvåg ursprünglich dieser Firma gehörte. Jetzt zeugen nur noch etliche Plastikbeutel mit abgelaufenem Flügeltanggranulat von dem ehemaligen Anbau.

Der subjektive Eindruck dieser Reise ist also: So richtig funktionieren die Algenfarmen hier nicht, wobei in dem kalten salzigen Wasser vor der Küste Norwegens eigentlich ideale Bedingungen für Kelp herrschen. Das ist aus meiner Sicht schade, denn Algenfarmen haben einen viel kleineren negativen Einfluss auf das Meer als Fischfarmen. 

Die Algen müssen nicht gedüngt werden, sondern nehmen die Nährstoffe direkt aus dem Meerwasser während des Wachstums auf. 

Sie könnten der Überdüngung somit sogar entgegenwirken. Kelp kann außerdem als vielfältige Ressource eingesetzt werden und die wichtigen Omega3-Fettsäuren auf unseren Speisetellern liefern. 

Deshalb steht die Frage im Raum, warum hier keine Algenfarmen das Bild der Fjorde prägen. Ist es der technologische Fortschritt, die Anbauweise, die Bürokratie, der Absatzmarkt, oder die Konkurrenz aus dem asiatischen Aquakultursektor? 

Kelp kann angebaut werden. Soviel ist klar. Aber was fehlt hier noch, um Algenfarmen zu etablieren? Was braucht es, damit diese nachhaltige Form der Aquakultur wirtschaftlich wachsen kann? 

-Tonya Avemarg

 

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