Bilder: Annkatrin Reitz
Wir durften die Insel Helgoland jetzt endlich auch von Land aus entdecken! Bei einer Runde entlang der Küste ging es vorbei an der imposanten Langen Anna, deren Felsen so leuchtend rot sind, weil sie aus rotem Buntsandstein bestehen, der viel eisenhaltiges Mineral enthält und über Jahrmillionen oxidiert ist. Ein absolut magischer Anblick!
Besonders angetan hatten es uns die unzähligen Basstölpel, die an den Steilklippen brüten. Doch direkt neben der Faszination traf uns die Realität hart: Die Vögel nutzen als Nestbaumaterial fast flächendeckend alte Fischernetze und Plastiktaue. Sie türmen den Zivilisationsmüll massenhaft auf, ohne zu ahnen, wie gefährlich der menschgemachte Plastikmüll für sie ist. Viele verheddern und erhängen sich darin. Das Bittere: Ein einfaches Entfernen der Netze hilft kaum, da die Vögel sie innerhalb weniger Tage wieder neu anschleppen, denn für sie ist es schlicht ein perfekt erscheinender Baustoff.
Ein zutiefst dystopischer Anblick, der uns schmerzhaft zeigt, wie dringend der Schutz unserer Meere ist. Und trotzdem, oder genau deshalb, verlassen wir diese kleine Insel mit noch mehr Entschlossenheit für unsere Mission!
-Annkatrin Reitz(Kat)




