Tag 20 –Abschied von der Malizia – Tränen am Deck, Koffer-Check und der Weg nach Hause

Um 7:00 Uhr klingeln die Wecker und schlagartig bricht das pure Chaos an Bord aus.

Es ist trubelig: Im Common Room türmt sich das Gepäck, auf dem Deck verteilen sich Neoprenanzüge und Taucherbrillen. Zum letzten gemeinsamen Frühstück wird glutenfreies Brot für alle getestet, während parallel die Betten abgezogen werden. Dann der große Moment der Anspannung:

Ängstlich wird die schwere Kiste mit dem Corer und dem Binokular gewogen – und die Erleichterung ist riesig: Unter 23 kg! Antonia und ich jubeln, das Fluggepäck-Limit ist gerettet!

Um noch einmal für gute Laune und Team-Spirit zu sorgen, versteigert Tonya die letzten Goodies, die wir im Laufe der Reise von Algen-Akteuren und Weggefährten bekommen haben.

Danach zückt jede Person ihren Stift und setzt die persönliche Unterschrift auf Janoschs Shirt. Ein letzter Abwasch, ein letztes Kontrollieren der Koffer und dann heißt es: Reißverschlüsse zu, es geht los.

Draußen regnet es traurig – es sieht fast so aus, als würde die Malizia Explorer leise um uns weinen, während das Wasser an den Decks runterläuft.

Die offizielle Verabschiedung von der Crew findet deshalb drinnen statt. Es ist ein total komisches, surreales Gefühl zu wissen, dass wir diese fantastischen Menschen ab jetzt nicht mehr jeden Tag um uns herum haben werden. Als großes Dankeschön überreichen wir ihnen unsere individuell geschriebenen Briefe und Gedichte – für Thepi, unsere Köchin, sogar liebevoll (und mit etwas Google Translate) auf Spanisch übersetzt, um ihr eine ganz besondere Freude zu machen.

Dann geht alles ganz schnell: Das erste Taxi wird gerufen. Unten am Dock steht Antonius und nimmt allen das schwerste Gepäck ab. Noch fühlt es sich so an, als würden wir uns gleich einfach wiedersehen und den Tag zusammen verbringen.

Und dann ist er da, der Moment des Abschieds: Wir winken der Malizia Explorer, unserem sicheren Zuhause für die letzten 20 Tage. Noch ein paar feste Drücker und Umarmungen, während Marin uns lächelnd von Bord aus zusieht, wie wir mit unserem viel zu schweren Gepäck davon watscheln.

Danke für alles, Malizia Explorer! Es war uns die größte Ehre!

-Annkatrin Reitz

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