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Manchmal beschenkt einen die See auf eine Weise, die man kaum in Worte fassen kann. Heute haben uns Weißschnauzendelfine auf unserem Weg Richtung Norden begleitet und das nicht nur für einen flüchtigen Moment. Insgesamt fünfmal kamen sie ganz nah an die Malizia Explorer heran! Zwischen ihren Besuchen lagen jeweils etwa 15 bis 20 Minuten Pause, in denen sie vermutlich in der dunklen Tiefe bis zu 1000m auf Jagd waren.
Unser bestes Radarsystem für das nächste Auftauchen? Die Vögel. Jedes Mal, wenn sich Silbermöwen und elegante Basstölpel kreischend über einer Stelle im Wasser sammelten, wussten wir: Sie kommen wieder hoch! Natürlich haben wir weiterhin unsere Kurs einbehalten. Aber umso schöner zu merken, dass diese Tiere dann doch den Kontakt immer erneut suchen.
Was folgten, waren Momente purer Magie. Sobald drei, manchmal sogar fünf dieser wunderschönen Tiere an unserer Bugwelle auftauchten und ihre elegantesten Sprünge zeigten, gab es an Deck kein Halten mehr. Ich gebe es ehrlich zu: Es war ein einziges ungläubiges Geschreie aus reiner, ungefilterter Freude von mir.
Das Schönste daran war ihre pure Neugier: Die Delfine schwammen teilweise direkt neben dem Boot, knapp unter der Wasseroberfläche, und drehten sich leicht zur Seite – nur um ihr Auge auf uns zu richten und einen besseren Blick auf diese komischen Menschen an Deck zu werfen.
Ich glaube in solchen Augenblicken hat unser ganzes Team jede Müdigkeit und jede Seekrankheit der letzten Tage hinter sich lassen können. Es ist einfach nur zauberhaft, diese Tiere in ihrem Element zu erleben. Ein Tag, der mir und ich glaube allen anderen lange in Erinnerung bleiben wird.
-Annkatrin Reitz