Tag 6 – Kelp Quotes – Abtauchen

„Und plötzlich ist alles ganz still. Als ich abtauche, drückt meine Neoprenhaube fest gegen meinen Kopf. Ich halte die Luft an und schlage drei Mal mit meinen Flossen, um näher an den Zuckertang zu gelangen. Als er endlich scharf wird, sehe ich trotz halb beschlagendener Schwimmbrille, dass es dem Kelp gar nicht mal so gut geht. Viele Blätter liegen tot am Boden. Das ist nicht ungwöhnlich für den Sommer in Südnorwegen: Die Oberflächentemperatur steigt und wird für den Zuckertang oft zu warm – am wohlsten fühlt er sich zwischen 10 und 15 Grad. Im Sommer geht der Kelp in eine Art Ruhephase oder sogar Blattabbau über, um im Winter und Frühjahr wieder ordentlich zu wachsen. Während ich auftauche, frage ich mich, ob marine Hitzewellen oder die nahegelegende Fischfarm auch etwas mit den gestresst aussehenden Blättern zu tun haben könnten. Jetzt pfeift der Wind über die Wellen – die Strömung hat zugenommen. Ich wische über meine Brille und tauche schnell wieder ab.“

-Josefa Beyer

Team-Suppe

Tonya, Josefa, Karlotta, das Schnorchel Team auf Expedition

Bilder: Paula Beierlein

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