Kelp Kann – Malizia Explorer 2026

Begleite unser 14-köpfiges Team live auf unserer Explorations- und Bildungsreise von Kiel über Helgoland, die norwegische Atlantikküste entlang, bis hinauf zu den Lofoten!

In unserem digitalen Logbuch teilen wir regelmäßige, authentische Einblicke in das Leben an Bord der Malizia Explorer, nehmen dich mit zu spektakulären Tauchgängen und berichten fortlaufend über das, was wir über Kelpwälder, die Superhelden des Ozeans, lernen.

Die Expedition ist ein von Team Malizia und der Okeanos Stiftung für das Meer ermöglichtes Projekt.

Unser interdisziplinäres Team aus Journalismus, Biologie, Fotografie und Pädagogik verbindet Wissenschaft, Storytelling und Umweltbildung, um zu zeigen, wie viel Kraft in den Unterwasserwäldern steckt.

Diese Expedition ist eine Entdeckungsreise, für die wir von Kiel durch das Europäische Nordmeer zu den Lofoten nach Nordnorwegen segeln. Ganze 20 Tage, ab dem 1. August, leben wir an Bord der Malizia Explorer. Die eine Frage, die uns über die dunklen Wellen in das raue Nordmeer treibt:

Was kann Kelp?Im Europäischen Nordmeer ist Kelp der Architekt der Unterwasserwelt. Kelp ist eine Gruppe von braunen Algen, die beeindruckende Blätter ausbilden und mit ihren Haftkrallen auf steinigem Untergrund wachsen. Riesige Kelpwälder säumen die Küste und trotzen Wind und Wellen. Hier, im kühlen, salzigen Wasser fühlen sich die Kelp-Arten: Zuckertang (Saccharina latissima), Fingertang (Laminaria digitata) und Palmtang (Laminaria hyperborea) besonders wohl – eine ideale Route, um unserer Frage wortwörtlich auf den Grund zu gehen. 

Was kann Kelp? Komische Frage. Warum nicht: Inwiefern tragen Kelpwälder zur Artenvielfalt im Ozean bei? Oder irgendetwas anderes, das ein bisschen konkreter klingt? 

Weil Kelp eben viel kann. Für Meer und Mensch, direkt und indirekt. Wir suchen nach dem Potential des Kelps: in Algenfarmen, im globale Kohlenstoffkreislauf, auf Leinwänden, in Produkten wie Kosmetik und Zahnpasta, auf unseren Tellern, und vor allem als Lebensraum am Grund des Ozeans. Kelp kann so viel.

Doch Kelp kann auch verschwinden – und mit ihm seine wichtige Funktionen als Architekt des Lebens. Schuld sind wir.

Zu viele Nährstoffe, die Klimakrise, verbaute Küsten und die Überfischung – Kelp kann viel, aber Kelp kann nicht mehr. Wegen uns. Wir möchten auch diese Seite beleuchten und herausfinden, was sich ändern muss, damit Kelpwälder gedeihen können.

Um all diese Fragen zu beantworten, haben wir eine Expeditionsroute vorbereitet. Dafür haben wir vorab viele Mails geschrieben, Zoom Calls und Telefonate geführt – um Menschen der maritimen Wirtschaft zu treffen, zerstörte Unterwasserwüsten zu sehen und uns mit anderen Ozeanenthusiasten auszutauschen. Doch im Vordergrund steht das Erkunden unter Wasser. Wir erleben den einzigartigen Lebensraum unter der Wasseroberfläche schnorchelnd und tauchend.

Bisher zeigt unsere Kelp-Kann-Expedition: in den Fjorden Norwegens schlummern trotz kalter Temperaturen Lebensräume voll bunter Algen und Tiere, die wir noch nie zuvor gesehen haben.

Unter Deck der Malizia Explorer hängt deshalb neben dem Esstisch eine Mindmap mit dem Titel “Kelp kann…”.

Wir haben die Themen rund um den Kelp je nach persönlicher Begeisterung und Hintergrund unter uns aufgeteilt. Neben der Recherche steht für uns im Vordergrund, die Facetten des Kelps mit eigenen Erfahrungen zu verknüpfen. Mit Kelp zu kochen, unter dem Binokular die Vielfalt des Lebens zu erfassen, Fischfarmen und Hochsee-Trawler zu besichtigen und besonders in die kühlen Fjorde für das ultimative Unterwasserabenteuer einzutauchen.

Freut euch auf Faszination über diese labbrige Braunalge, die unter Wasser ihr volles Potential entfaltet und zu den schützenwertesten Lebensformen dieses blauen Planeten gehört.

Kelp kann!

Im Nachgang der Expedition werten wir die gewonnenen Proben, Recherchen und Daten aus. Auf dieser Plattform veröffentlichen wir in der Folge eine fortlaufende Reihe fachspezifischer Artikel, die das Potenzial der Kelpwälder aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven beleuchten.

Seid gespannt auf mehr...

Kelp kann...

Hinter der Kampagne steht ein hochmotiviertes, vielseitiges Team. So vielfältig wie das Ökosystem des Ozeans sind auch die Qualifikationen, die wir an Bord der Malizia Explorer zusammenbringen: Sie reichen von der Meeresbiologie über den Wissenschaftsjournalismus bis hin zur visuellen Dokumentation, Sozialwissenschaft und Pädagogik. Jede Person bringt ihr eigenes Fachthema und eine individuelle Perspektive auf Kelp mit. Gemeinsam vereinen wir Forschung, Storytelling und Bildungsarbeit, um zu zeigen, was der Tang wirklich kann.

Foto: Paula Baierlein

Hinten von links -Tonya Avemarg, Janosch Labesius, Lea Wowra, Antonius Scheffler, Luisa Felschen, Annkatrin Reitz, – Vorne von links- Antonia Spielvogel, Josefa Beyer, Karlotta Hamburg

Die Malizia Explorer

Die Malizia Explorer ist ein 26 Meter langer Aluminiumsegler und bietet Platz für eine 14-köpfige Crew aus Segel-Profis, Wissenschaftler:innen, Storyteller:innen, Journalist:innen und einfach Meeresbegeisterten wie uns. 2024 hat Boris Herrmann das Schiff übernommen und zusammen mit dem erfahrenen Bootsbauer-Team von Team Malizia in eine Forschungsplattform verwandelt. Seit dem Sommer 2025 ist die Yacht auf den Weltmeeren unterwegs: Sie brach bereits mehrmals in die Antarktis auf, überquerte den Atlantik und absolvierte vor Kurzem mehrere Expeditionen in der Ostsee.

An Bord steckt jede Menge Insturmente für den Ozeanschutz:

  • Das „Ocean Pack“: Dieses Messsystem läuft rund um die Uhr und sammelt pausenlos wichtige Wasserdaten wie CO₂-Gehalt, Temperatur und Salzgehalt.

  • Die CTD-Rosette: Ein brandneues Tool an Bord, mit dem das Team Wasserproben aus bis zu 500 Metern Tiefe an die Oberfläche holt.

Mit ihrer energieeffizienten Zertifizierung und einer Reichweite von bis zu 2.800 Seemeilen ohne Zwischenstopp ist die Malizia Explorer wie gemacht für extrem abgelegene Expeditionen.

Hier kannst du eine Frage an das Team stellen. Aus Sicherheitsgründen werden die Fragen von unserem Team manuell gecheckt und freigegeben.

Deine Frage an das Team

Logbuch:

Tag 14 – Zwischen Wellengang und dem Horizont

Tag 2 auf dem Nordmeer hat begonnen, und die Nacht war alles andere als eine Erholung: Statt sanft in den Schlaf gewogen zu werden, fühlte es sich an, als müssten wir jede einzelne Welle im Kampf bezwingen. Die Crew hat sich die gesamte Nacht über in Schichten mit den Wachen abgewechselt, um das Schiff sicher auf Kurs zu halten.

Gegen 3:00 Uhr früh haben wir schließlich den Motor gestartet, um die Segel zu unterstützen und gegen die kräftezehrende See anzukommen. Ein Blick auf die Seekarte zeigt, dass der Weg bis zu unserem Ziel noch lang ist – aber es gibt Grund zur Hoffnung: Laut dem aktuellen Wind- und Wetterbericht sollten sich die Bedingungen im Laufe des Tages spürbar verbessern. Wir nehmen Kurs nach vorn!

-Annkatrin Reitz

 

Tag 13 – Stürmische See 

Am Morgen heißt es erstmal entspannen und die inspirierenden Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren lassen. Der starke vorhergesagte Wind lässt noch auf sich warten. Die Crew wirkt beinahe verwirrt: das Großsegel ist im dritten Reff, das bedeutet wir segeln mit kleinerer Segelfläche, aber der Wind beträgt 7 Knoten statt der 22, die das Wettermodell für diese Stelle vorhersagt. Trotzdem ist die Maschine aus und wir gleiten mit gemütlichen 7 Knoten durch die blauen Brecher, die bereits ziemlich hoch sind, denn weiter draußen herrscht bereits Starkwind. 

Gegen 16 Uhr frischt der Wind ordentlich auf. Ein Teller fliegt über Deck und der Autopilot wird unterstützt. Jetzt steuert die Crew manuell, um den Kurs zu halten. Ein paar Stunden vergehen, in der die Malizia Explorer heftig durchgeschüttelt wird. Der Kapitän macht eine Ansage: Schwimmwesten an Deck und einfach nicht rumlaufen! Diese Anweisung ist nicht nur zu unserer eigenen Sicherheit, sondern wir beeinträchtigen als bewegendes Gewicht das Gleichgewicht des gigantischen Segelbootes.

Kurz ist die Situation angespannt: die Crew entscheidet offensichtlich eine Kursänderung in Richtung Küste. Dort pustet es ein bisschen weniger. Jetzt ist alles relativ ruhig und der erste Tag auf hoher See ist gut überstanden. Es scheint als hätten sich alle an den Rhythmus des Nordmeeres gewöhnt, denn mit Seekrankheit hatte heute kaum einer zu kämpfen. 

Gute Nacht von Bord!

-Tonya Avemarg

 

Tag 13 – Throwback to Day 6 – Direkter Eindruck nach dem Tauchen in Gulen

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

-Luisa Felschen und Antonius Scheffler

Tag 13 – Kelp im Fokus – Begleitung durch die Stürmer der nordischen See

Bilder: Lea Wowra

Während draußen die Wellen hochschlagen und uns alles abverlangen, haben wir treue Begleiter gefunden: Überall kreisen wunderschöne, weiß-graue Sturmvögel um unser Boot. Es wirkt fast so, als würden sie die Malizia Explorer als ihren zentralen Ankerpunkt in den tobenden Fluten suchen, während sie scheinbar mühelos um uns herumsegeln. Lea hat ihre Kamera natürlich die ganze Zeit im Anschlag – fantastische Fotos von diesen Meeresakrobaten folgen in Kürze!

Eissturmvögel (Fulmarus glacialis)

Bei unseren Begleitern handelt es sich höchstwahrscheinlich um Eissturmvögel (Fulmarus glacialis). Trotz ihres taubenähnlichen Aussehens sind sie eng mit Albatrossen verwandt und absolute Meister der Lüfte – besonders dann, wenn das Wetter ungemütlich wird.

Sie sind die perfekten Segler und nutzen den Wind und die Wellenmuster aus (sogenanntes Hangwind-Segeln), um sich fast ohne Flügelschlag durch den Sturm tragen zu lassen. Hohe Wellen und raue See sind ihr natürlicher Lebensraum. Es ist auch kein Zufall, dass sie der Malizia Explorer so nah kommen. Schiffe pflügen das Wasser auf und wirbeln Nahrung an die Oberfläche oder ziehen Neugierde auf sich, weshalb Seevögel sie oft wie magisch anziehen. Eissturmvögel verbringen ihr gesamtes Leben auf dem offenen Ozean und kommen nur zum Brüten an steile Klippen an Land. Ihre robuste Art macht sie zu den echten Symbolen des nordischen Meeres.

-Annkatrin Reitz

 

Tag 13 – Auf hoher See: Die Überfahrt zu den Lofoten hat begonnen

Der heutige Morgen begann noch täuschend entspannt, doch mittlerweile hat uns die raue Realität der norwegischen See eingeholt. Die Wellen sind deutlich gewachsen, und für die Crew heißt es jetzt: Aufgepasst und alle Hände an Deck!

Die Seekrankheit macht einigen von uns mehr zu schaffen als anderen, aber wir halten uns mit guter Musik und gegenseitiger Unterstützung bei Laune. Besonders Karlotta hat es leider erwischt, aber mir einer Erkältung – wir hoffen sehr, dass sie bald wieder fit ist. Zum Glück verpasst sie an Deck momentan nicht viel, außer grauem Regen und ordentlich hohen Wellen, die regelmäßig über das Deck schwappen.

Wir trotzen dem Wetter, behalten den Kurs bei und kämpfen uns gemeinsam Richtung Lofoten. Weiter geht’s!

-Annkatrin Reitz

 

Tag 12 – Abschied von Runde & Kurs auf die Lofoten

Die Sonnenfinsternis haben wir heute zwar komplett im nass-grauen norwegischen Wetter verpasst, aber das tat unserer Stimmung keinen Abbruch. Statt Himmelsphänomene zu beobachten, haben wir es uns drinnen gemütlich gemacht: Marin hat uns mit einer fantastischen, selbst gekochten Zwiebelsuppe versorgt, während wir zusammensaßen und unsere Lieblingsrezepte ausgetauscht haben.

Ein rundum toller Abend und ein perfekter Ausklang für unsere Zeit hier auf Runde! Ein riesiges Dankeschön geht vor allem an Anneliese Chapman für den inspirierenden Austausch – ausführliche Berichte dazu folgen in Kürze.

Morgen heißt es für uns Abschied nehmen und ablegen: Wir starten auf eine dreitägige Etappe auf See direkt zu den Lofoten. Die obligatorischen rosa Schüsseln gegen die Seekrankheit sind bereits ausgepackt und das gesamte Team bereitet sich auf eine raue See vor. Daumen drücken!

 

-Annkatrin Reitz

 

Tag 12 – Kelp Cam – Kunst mit Kelp

Das Vorbereiten der Algen für das Drucken:

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden


Die Ergebnisse des Kelp-Drucks:

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

 

⁃Tonya Avemarg, Luisa Felschen, Annkatrin Reitz

 

Tag 12 – Kelp als Leinwand: Wenn Wissenschaft auf Kunst trifft 

Wer sagt eigentlich, dass man Makroalgen nur mikroskopieren oder analysieren kann? Direkt auf der Mole, gleich neben unserer Malizia Explorer, haben wir die Vielfalt der norwegischen Tangarten auf ganz neue Weise festgehalten: als kreativen Textildruck auf unseren eigenen Shirts!

Das Wetter zeigte sich von seiner rauen, nordischen Seite – Wind und kühle Böen inklusive. Aber genau das macht den Reiz aus: Die kleinen Spritzer und unperfekten Linien verleihen jedem Stück Charakter und erzählen die echte Geschichte unseres Tages an der Kante. Ein fantastisches Teamevent, das wir absolut jedem empfehlen können!

So geht’s – Euer eigener Kelp-Print 

  1. Algen auswählen: Sammelt frische, unterschiedliche Tangarten (z. B. Zuckertang, Flügeltang oder Sägetang) mit schönen Formen und Strukturen.
  2. Vorbereiten: Die Algen vorsichtig trocken tupfen, damit die Farbe gut haftet und nicht verläuft.
  3. Farbe auftragen: Textilfarbe mit einem Pinsel oder einer Rolle gleichmäßig auf die strukturierte Seite der Alge streichen.
  4. Drucken: Die eingefärbte Alge fest auf das T-Shirt drücken, mit etwas Papier abdecken und gleichmäßig anpressen.
  5. Abziehen & Fixieren: Die Alge behutsam abziehen, trocknen lassen und die Farbe nach Anleitung (meist durch Bügeln) fixieren.
Fertig ist das individuelle Lieblingsshirt!
Fotos folgen:)

 

-Annkatrin Reitz

 

Tag 12 – Perspektivwechsel auf hoher See: Zu Besuch auf dem Fischkutter Leinebjørn

Ein Zwischenstopp  in der Nähe von Runde bescherte uns einen der eindrücklichsten Nachmittage unserer bisherigen Expedition: Wir durften den Fischkutter von Kapitän Ave  besuchen und direkt an Deck in den Austausch gehen.

Der Besuch führte uns eindrücklich vor Augen, wie eng das pelagische Fischen mit dem Schutz mariner Ökosysteme verwoben ist. Denn Kelpwälder sind die essenzielle Kinderstube für unzählige Fischarten, deren Bestände die Grundlage der gesamten Fischereiindustrie bilden.

In der Kajüte entstand ein bemerkenswert offener Raum für Diskussionen. Kapitän Ave sprach von sich aus Themen wie den Verzehr von Walfleisch und die Problematik von Beifang an – den sprichwörtlichen „Elefanten im Raum“. Trotz unserer unterschiedlichen persönlichen Haltungen zum Thema Fischkonsum führten wir das Gespräch auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt. Und wir sind sehr dankbar für diesen tollen Austausch. Denn er hat uns wirklich nochmal gezeigt, dass auch wenn man unterschiedlichere Meinungen nicht haben könnte, man kann sich zuhören und voneinander lernen. Vielen Dank Kapitän Ave !

Besonders spannend war die gemeinsame Erkenntnis beim Thema Algen als alternative Nährstoffquelle: Algen besitzen das Potenzial, viele der wertvollen Nährstoffe zu liefern, die Menschen bisher primär über Fisch beziehen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Algenwirtschaft aktuell noch nicht die Skalierung besitzt, um diese Rolle allein zu stemmen. Wir waren uns einig, dass es auch ein gewisses Privileg darstellt, Nahrungsmittel einfach ersetzen zu können – und dass eine ausgewogene Ernährung am Ende eine individuelle Entscheidung bleibt, die jede und jeder selbst auf dem Teller trifft.

Wir sind sehr dankbar für diesen ehrlichen Einblick. Genau diese Begegnungen und der Dialog außerhalb der eigenen Filterblase sind es, die eine Forschungsexpedition wirklich wertvoll machen.

 

-Annkatrin Reitz

 

Tag 12 – Kelp Cam – Aus dem Maschinenraum

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

-Janosch Labesius

 

Tag 12 – Frühe Vögel, verpasste Papageitaucher und die Verbindung zum Kelp

Am frühen Morgen unseres zweiten Tages machten sich Tonya, Janosch und Josefa auf den Weg, um am örtlichen Vogelfelsen in Runde  ihr Glück bei der Beobachtung von Papageitauchern zu versuchen. Ganz gereicht hat es am Ende leider nicht: Die Brutsaison der sogenannten Puffins ist hier traditionell bereits Ende Juli vorbei, weshalb die Chance, jetzt noch späte Nachzügler zu entdecken, minimal war. Den Versuch war es bei den rauen Bedingungen dennoch allemal wert.

Der Atlantische Papageitaucher (Fratercula arctica) gehört mit seinem schwarz-weißen Gefieder, dem auffälligen Schnabel und dem clownesken Gang an Land zu den charismatischsten Seevögeln des Nordatlantiks. Als exzellente Flieger und noch bessere Taucher, die sich in Tiefen von bis zu 60 Metern vorwagen, verbringen sie den Großteil ihres Lebens auf dem offenen Ozean.

Auch wenn der Anblick primär das Herz höher schlagen lässt, schließt sich hier ökologisch der Kreis zu unserer Kelp-Forschung: Die dichten Unterwasser-Kelpbiotope dienen zahlreichen kleinen Fischen als geschützte Kinderstube und Versteck. Genau diese Schwarmfische sind wiederum die unverzichtbare Hauptnahrungsquelle, die die Puffins zur Versorgung ihres Nachwuchses benötigen. So zeigt sich einmal mehr, wie eng die marine Vogelwelt mit der Gesundheit der Küstenökosysteme und Kelpwälder verknüpft ist.

-Annkatrin Reitz

 

Tag 11 – Live von Bord

Heute Abend war unser erster Livestream von der Malizia Explorer. 
MarlenewillMeer hat uns auf Instagram für ihre Follower toll interviewt und wir konnten interessante Einblicke in unser alltägliches Leben hier an Bord geben.

Vielen vielen Dank an Marlen und an alle die live dabei waren.

Falls ihr noch Fragen habt, schreibt diese uns gerne.

-Annkatrin Reitz

 

 

Tag 11 – Throwback to Day 9– Schnorcheln an der Mole

Bilder: Tonya Avemarg /Janosch Labesius / Paula Baierlein

Der Hafen hier in Alesund wimmelt nur so vor Kelp und Leben. In dem kühlen, klaren Wasser gedeihen an den Pontons kleine Kelpwälder. Ein experimenteller Schnorchelausflug von Janosch und mir mündete in einem ultimativen Unterwassererlebnis. Bunte Fische (ein Kuckuckslippfisch!) und Anemonen gehören zu den Highlights des kalten Abenteuers. Mit der Gopro von Kat ausgestattet, haben wir den Auftrag den Kelp in seiner wahren Schönheit aufzunehmen. 

Völlig fasziniert von der Vielfalt des Lebens gehen wir nach dem Mittag nochmal rein: diesmal mit dem Ziel keine Bilder zu machen, sondern Proben zu nehmen. Wie viel Leben beherbergt so ein Kelp wirklich? 

Wir haben Glück: eine neue Kelpart, die wir noch nie auf dieser Reise zuvor gesehen haben. Den Flügelkelp (Alaria esculenta), der auch unser Logo schmückt. Das ca. 40 cm lange Exemplar ist völlig überwuchert: und zwar nicht mit kleinen Algen sondern ganz vielen Tieren. Den sogenannten Moostierchen, die einen weißen Belag auf dem gesamten Blatt bilden. Es müssen Abertausende sein, denn jedes kleine Fenster ist ein Individuum. Wir vermessen den Kelp und nehmen ihn dann man mit Luisas Präparierbesteck auseinander. Damit wir endlich die kleinen Tiere in ihrer Schönheit unter dem Binokular betrachten und bestimmen können. 

Direkt strahlt Luisa: auf der Haftkralle findet sie eine Meeresnacktschnecke! Diese Bestimmung dauert seine Zeit unter dem Binokular. Doch es gibt noch mehr zu entdecken: Polypen, Flohkrebse, Gespensterkrabben, Baby-Miesmuscheln, unendlich viele Moostierchen und orange, pinke und weiße Anemonen. 

Auch die Algen auf dem Kelp wollten wir bestimmen: ein kleiner Baby-Meersalat, eine verästelte Rotalge und eine unbekannte büschelige Grünalge. 

Auf Helgoland ging die Bestimmung beinahe intuitiv von statten doch jetzt haben wir es mit Leben zu tun, das wir noch nie zuvor gesehen haben. So richtig voran kommen wir auch nicht mit der Bestimmung: wir sind viel zu fasziniert von den kleinen Tieren. Wenn die pink-weiße Fadenschnecke mit ihrer stattlichen Länge von 5 mm erstmal gut unter dem Binokular fokussiert ist, müssen erstmal alle gucken. Eindeutig der Star des Abends, während der Kelp, der das Zuhause für dieses bunte Leben bietet, zerschnippelt und unbeachtet in einer der berühmten pinken Schüsseln hängt. 

Was uns mit dem Binokular klar wird: Kelp kann ein Zuhause sein. 

-Tonya Avemarg

Tag 11 – Kelp im Fokus – Schnorcheln in Runde

 

Bilder: Antonius Scheffler

Heute waren wir am Rande von Runde schnorcheln. Und ich muss wirklich sagen, es war mein bisheriges Highlight von dieser Expedition. Die Sicht war teilweise bis zu 18m und somit sah der Kelp fast inszeniert aus. Antonius hat für uns die tollen Momenten mit seiner Kamera eingefangen. Ich war immer der Annahme, dass ich nie eine Kaltwasser-Taucherin werde, aber seit diesem Schnorcheln ist mir klar geworden, dass es einfach die bisherigen Male nicht die besten Bedingungen waren.

Wir haben eine tolle Varianz an Arten sehen können, von der kleinsten Napfschnecke, von der Janosch der größte Fan ist, bis hin zum 40 cm großen Dorsch. Was ich für mich vorallem mitnehmen konnte ist, dass die violetten Seeigel, die nicht gefährden für die Kelpwälder sind, hier eine erstaunliche Größe erreichen. Also wir sprechen hier von teilweise einen Durchmesser von ca. 30cm.

Positiv zu beobachten ist, dass wir hier kaum grüne Seeigel beobachten konnten. Das spiegeln uns auch die Locals wieder und sie haben bisher noch keine Seaurchin Barrens dokumentieren können. Wir haben zwar keine See-Wölfe gesehen aber ich bin mir sicher ein paar haben in den Felsspalten gelegen. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es dann im Norden aussieht, da hier viele drüber sprechen, dass wir dort die Barrens sehen werden.

-Annkatrin Reitz

Tag 11 – Wissenschaftliche Austausch über Kelp auf Runde

Bilder: Paula Baierlein

In Runde angekommen, begrüßten uns nicht nur die Berge und ganz viele bunte Häuser, sondern auch Lars – ein Wissenschaftler mit dem wir vor der Ausfahrt Kontakt hatten. Sobald er unseren 38m hohen Mast am Horizont erblickte, radelte er zur Malizia Explorer, um uns hallo zu sagen. Und damit war er nicht der einzige: unsere Einfahrt in Rundes übersichtlichen Hafen schien etwas Aufsehen erregt zu haben. 

Direkt nach dem Frühstück stapften wir zum Runde Environmental Centre, wo Anneliese ChapmanLiese – bereits auf uns wartete. Sie ist nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene eine absolute Kelp-Expertin, sondern hat sogar praktische Erfahrungen im Kelp Farming. Ihren Kontakt haben wir von Uli Kunz erhalten, vielen Dank für das Verbinden! Nach einem Vortrag über Kelp von Liese und einer kurzen Einführung in die Welt des Flügeltang-Samplings, kamen uns sogar noch die restlichen 8 Wissenschaftler*innen der Insel besuchen.

Ich weiß nicht, ob es vor allem die wuchtigen Berge, die süßen Häuser, die Hoffnung Puffins zu sehen oder doch einfach die herzlichen Begegnungen sind, aber irgendwas macht unseren Stopp in Runde extra besonders. 

-Josefa Beyer

 

Tag 11 – Kelp im Fokus – Der faszinierende Flügeltang

Bilder: Paula Baierlein

 

Tag 11 – Ablegen in Ålesund 

Heute Morgen um 7 geht es weiter. Nach Runde. Es ist nur ein kurzes Übersetzen von Alesund aus: in zwei Stunden sind wir schon da.

Unser Abschied von Ålesund wird von einem wunderschönen Regenbogen begleitet, der sich über den ganzen Fjord erhebt und neben uns in das Wasser eintaucht. Auch die Crew ist entspannt: denn es wird wieder gemotort. Die Maschine röhrt und trotz des starken Windes heißt es: heute kein Segeln. 

Ein Blick auf die Malizia Flagge verrät: der Wind kommt direkt von vorne. Das bedeutet, dass wir kreuzen müssten. Mit einem kleinen manövrierfähigeren Segelboot wäre das kein Problem aber die Malizia Explorer ist zu groß für schnelle Wenden. Denn hier in den schmalen Fjorden muss man vorsichtig sein: wir würden vor jeder Wende dem Land gefährlich nah kommen.

Also sind wir bald da: auf Runde. Dort treffen wir uns mit Annelise Chapman beim Runde Environmental Center. Wir wollen wir mit ihr in Themen der Kelpgenetik eintauchen und selber schnorchelnd Proben sammeln. Denn für heute Abend ist ein Instagram-Livestream geplant. Dort werden wir live von Bord von unserer Expedition berichten und ganz viele Fragen beantworten. 

Außerdem soll es auf Runde vielleicht noch ein paar Papageientaucher geben und morgen können wir einen Fischtrawler besichtigen. Wir sind gespannt! 

Doch jetzt heißt es erstmal alles seefest zu verstauen, denn kaum haben wir den Fjord verlassen, muss sich die Malizia Explorer gegen gigantische Wellen behaupten. 

-Tonya Avemarg

 

Tag 10 – Nach der Fischfarm ist vor der Kelpinnovation 

Die Aufgabe der Aquakulturindustrie:

Geld machen.

Das haben wir bei dem Besuch der Kabeljau-Fischfarm gelernt. 

Und es ist die Wahrheit: der Lachs ist das zweitwichtigste Exportgut Norwegens hinter Öl. Das hat uns der CEO des Kabeljau-Fischfarm-Unternehmens ‚Ode’ verraten. Aquakultur ist hier wie unsere Autoindustrie in Deutschland. Das Einkommen und die Existenzen vieler Menschen hängen mit an den Seilen der unzähligen Netzkäfige. 

Was kann Kelp für eine Rolle in der Aquakulturindustrie hier in Norwegen spielen? 

Kelp kann angebaut werden. Das ist bereits bewiesen. Aber kann Kelp wirtschaftlich profitabel angebaut werden? 

Wenn ja hätten sich Investoren bereits darauf gestürzt – so viel ist klar. Die Gründer von Ode sind keine Aquakulturisten oder Fischfanatiker, sie kommen beide aus dem Finanzsektor. 

Was braucht es für wirtschaftliche und technologische Bedingungen, damit auch der Kelp wettbewerbsfähig sein kann? Das ist eine Frage, die nach dem Besuch auf der Fischfarm in mir nachhallt. 

 

-Tonya Avemerg

 

Tag 10 – Auf dem Weg zur Kabeljau-Zucht: Blick hinter die Kulissen

Heute steht ein besonders spannender und zugleich sensibler Termin auf unserer Agenda: Wir besuchen eine lokale Kabeljau-Fischfarm.

Als Team begegnen wir dem Thema Aquakultur naturgemäß mit einem kritischen Blick. Fragen rund um Tierwohl, Ökosystembelastung und Nachhaltigkeit stehen für uns an erster Stelle. Gleichzeitig sind wir offen und gespannt darauf, direkte Einblicke in die Praxis zu gewinnen, modernste Ansätze kennenzulernen und den fachlichen Austausch vor Ort zu suchen.

Wie die Führung verläuft und welche wissenschaftlichen wie ethischen Erkenntnisse wir mitnehmen, erfahrt ihr in unserem nächsten Update!

-Annkatrin Reitz

 

Tag 10 – Geburtstagssonne im grauen Wetter!

Auch wenn das Wetter sich heute von seiner gewohnt nass-grauen Seite zeigt – an Bord der Malizia Explorer herrscht beste Stimmung. Wir feiern heute Paulas Geburtstag! 

Trotz Regen lassen wir uns die Laune nicht verderben, stoßen auf ihr neues Lebensjahr an und freuen uns riesig, diesen besonderen Tag gemeinsam mit ihr auf See zu verbringen. Alles Gute, liebe Paula!

-Annkatrin Reitz

 

Tag 10 – Throwback to Day 8 – Zwischen Bildungsauftrag und Bedenken in Årlesund

Ich habe mich heute gefragt, was Lars sich gedacht hat, als er Janosch das Zuckertang-Blatt in die Hand gedrückt hat und wir in Jubel ausgebrochen sind.

Wir sind zu Besuch im Atlantikpark (norw.: „Atlanterhavensparken”), einem Aquarium hier in Ålesund. Aquarien, das ist immer so eine Sache. Tiere in Gefangenschaft zu erleben, schmerzt einen jeden Naturschützer. Doch die Neugier hat uns gepackt: Wir wollen Kelp sehen und die Tiere, die darin leben. Wir wollen etwas lernen und mit Menschen reden, die sich auskennen. Nach unserem Anruf am Morgen, ob es denn jemanden gäbe, der uns etwas zu den Tieren und Algen erzählen könne, waren wir vorsichtig optimistisch, dass wir hier fündig werden. Dass dann direkt Lars am Eingang auf uns wartet, ist ein absoluter Glücksgriff.

„STAFF –just ask!” steht auf dem blauen Fließpulli von Lars Fauskanger. Diese Aufforderung nehmen wir wörtlich. Er hat Teile der Aquarien selbst mitgestaltet und ermöglicht es uns sogar, hinter die Kulissen des Betriebs zu schauen. Wir dürfen durch Türen gehen, die Besucher:innen sonst verschlossen bleiben, schauen von oben in Becken mit Kabeljau, Oktopoden und Seewölfen und bekommen sogar das Labor erklärt, in dem Salzkrebschen (Artemia) als Futter für das geplante Quallenbecken und die Larvenaufzucht gezüchtet werden.

Lars hat hier vor drei Jahren angefangen zu arbeiten, während seines Studiums „Marine Innovation”. Seit zwei Jahren ist er Vollzeit angestellt und kümmert sich um die Aquarien, Fische und alle anderen Lebewesen darin – mit gerade mal Mitte 20.

Dann gehen wir nach draußen. Der Regen fällt schleierartig auf uns herab. Am Rand des großen Fischbeckens greift Lars Fauskanger nach einem Seil. Als er es hochzieht, hängen daran sicher mehrere Kilogramm Kelp..

Viele Kelp-Algen gehen im Sommer zurück: Es wird wärmer und die Sonne scheint intensiver. Ähnlich wie Bäume im Herbst ihre Blätter verlieren, gibt es im Sommer weniger Kelp. Das haben wir schon beim Schnorcheln bemerkt.
Hier im Atlantikpark wachsen die Braunalgen jedoch noch. Durch die Wasseroberfläche können wir die braunen Blätter erahnen. Es handelt sich um Zuckertang: Ein Blatt länger als ein Meter, grün-bräunlich gefärbt, hat er eine glatte aber wellige Oberfläche. Die Form erinnert an Fondant-Verzierungen auf Torten oder Seidenchiffon an Ballettröcken.
Dieses Fischbecken, an dessen Rand wir im prasselnden Regen stehen, gehört zu den größten Salzwasserbecken Europas. Es fasst vier Millionen Liter. Das Meerwasser wird durch Rohre 800 Meter weit aus 40 Metern Meerestiefe gefördert und ungefiltert in stetigem Strom zu den Tieren und Algen geleitet. So kommt auch der Kelp hier rein. „We have never introduced kelp to this tank. And there’s been water in here since 1998.” Der Kelp wächst hier also völlig selbstständig. Das Team des Aquariums hat sich das mit einem schlauen Kniff zunutze gemacht: Oberhalb der Glasscheiben, durch die die Besucher:innen ins Fischbecken staunen, hängen Seile, an denen der Zuckertang mit seinen Haftkrallen andockt. Wie ein Vorhang hängen die Algen dann am oberen Scheibenrand und rahmen das Bild von Seelachs, Kabeljau und Heilbutt ein.

„Lars, it’s a random question, but can we take it with us?”, fragt Kat. „Of course!”, antwortet er und lacht. Von den Seilen pflückt Lars uns großzügig ein paar Exemplare.
Kelp, den wir dann als Anschauungsmaterial für unsere Videos nutzen können. Janosch greift nach dem Blättern, wir bedanken uns überschwänglich.
Manchmal wächst der Kelp zu schnell, dann muss Lars die Algen beseitigen: “I’m almost like a farmer, I’m just taking it out and tossing it away”. Kelp hat das Aquarium also genug. Unser Glück. Dann lässt uns Lars allein. Fast zwei Stunden hat er uns jetzt herumgeführt, irgendwann muss er wohl auch mal zurück an die Arbeit. Den Rest des Aquariums erleben wir wie die anderen Besucher nur, dass wir dabei eine weiße Plastiktüte mit algigem Inhalt mit uns durch die Ausstellung tragen.

-Karlotta Hamburg

Tag 9 – Kelp im Fokus – Die Malizia Explorer wird eingeheizt

Bilder: Paula Baierlein

Je weiter wir in den Norden kommen, wird es auch immer kälter auf der Malizia Explorer.

Damit uns die Finger nicht abfrieren hat Marin die Heizrohre heute installiert. Jetzt heißt es einfach nur immer die Luke nach draußen schließen.

Tag 9 – Kelp Cam – Nudibranch auf dem Kelp

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Große Entdeckung auf kleinstem Raum: Bei der Analyse einer Hafenprobe unter dem Binokular hat Luisa eine wunderschöne Nudibranch (Nacktschnecke) entdeckt!

Die Freude an Bord ist riesig – diese filigranen Weichtiere sind nicht nur faszinierende Geschöpfe, sondern auch wichtige Indikatoren für die lokale Biodiversität. Luisa nimmt euch im Video direkt mit ans Binokular und zeigt euch ihre Reaktion auf dieses kleine Wunder der Unterwasserwelt!

Fotos folgen:)

⁃Luisa Felschen

 

Tag 9 – Kelp Cam – Erste Inbetriebnahme der CTD-Rosette: Testlauf im Hafen von Ålesund

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Vor den ersten Messungen auf See haben Josefa und Lea  die CTD-Rosette im Hafenbecken einem umfassenden Testlauf unterzogen.

Die CTD-Rosette gehört zu den zentralen Instrumenten an Bord. Sie erfasst kontinuierlich Leitfähigkeit (Salinität), Temperatur und Tiefe (Druck) und ermöglicht über integrierte Schöpfflaschen gezielte Wasserproben aus definierten Tiefenhorizonten, dazu aber später mehr. Der Probelauf unter geschützten Hafenbedingungen dient der Einübung und der Überprüfung der standardisierten Beprobungsabläufe.

Im Video erläutert Josefa ihr Vorgehen von heute.

⁃Josefa Beyer

 

Tag 9 – Throwback to Day 7 – Ankunft in Ålesund

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Video: Antonius Scheffler

Perspektivwechsel: Unser Einlaufen in Ålesund von oben!

Aus der Luft wirkt die Ankunft noch einmal ganz anders: Antonius bringt uns mit seinen Luftaufnahmen ein Stück der magischen Atmosphäre mit, als wir Freitag Kurs auf den Hafen von Ålesund genommen haben.

Die Kombination aus schroffen Fjorden, Stadtpanorama und unserer Malizia Explorer mitten im Fahrwasser.

Tag 8 – Kelp Cam – Kochen mit Kelp 

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Die Misosuppe köchelt vor sich hin. Mit der Zauberzutat Zuckertang. Im Video sagen wir Dulse und Laminaria-Alge dazu, das ist falsch. Da habe ich unser Packet mit einer anderen Alge verwechselt, denn in gehäckselter Form sind die gar nicht so einfach zu erkennen. Es handelt sich richtigerweise um Kombu. Das steht zumindest auf der Packung.

Wichtig ist, dass wir hier eine Kelpart verarbeiten: nämlich den wunderschönen Zuckertang (Saccharina latissima). Die Algenflakes haben wir von der Firma Meeresgarten aus Kiel bekommen. Das sind getrocknete Zuckertangflocken, die wir erstmal einweichen, um den Iodgehalt zu verringern. Als Kochinspiration dient ein Kochbuch von AlgaeFood. Zum Glück ist Kat eine richtige Misosuppen-Expertin und alle an Bord freuen sich über die göttliche Suppe bei dem regnerischen Wetter. 

Wer jetzt inspiriert ist, kann sich auf den Websites von AlgaeFood Infomaterial downloaden. Über das Potential für die Ernährung aufgrund der wichtigen Spurenelemente, Proteine und Vitamine sowie ungesättigter Fettsäuren in den Algen. Oder einfach welche Rezepte man mit den Algen am besten in der eigenen Küche ausprobieren kann. 

 Viel Spaß beim Ausprobieren, denn Kelp kann lecker sein! 

⁃Tonya Avemarg

Tag 8 – Nach dem Tauchgang ist vor der Auswertung

Ein kleiner Nachtrag zu den vorgestrigen Tauchgängen in Gulen: Während die Ausrüstung trocknete, saßen Luisa und Tonya schon längst über den Daten.

Welches Taxon wo gesichtet wurde, zeigt der Blick ins Protokoll. Auf den Bildern seht ihr die akribische Dokumentation aller Arten, die das Team beim Schnorcheln und Scuba-Tauchen entdeckt hat. Wissenschaftliche Präzision trifft auf volle Begeisterung fürs Detail!

-Tonya Avemarg & Luisa Felschen

 

Tag 8 – Kelp Quotes – Kelp in der Miso-Suppe

 „Haben wir eigentlich unser Essen in den Hafen gehangen?“

-Antonius Scheffler

Punkt 18:40 Uhr ertönt dieser Satz von Antonius aus der Kombüse. Die Idee dahinter: Warum den frisch geangelten Kelp von heute nicht direkt in den Kochtopf werfen?

Aus Sicherheitsgründen greifen wir heute doch lieber erst mal auf bewährten, getrockneten Zuckertang für unsere Miso-Suppe zurück – fürs Ernten und Zubereiten von frischem Wildkelp wollen wir uns vorher noch die nötige Erfahrung aneignen. Aber das Probieren steht fest auf dem Plan!

Tag 8 – Throwback to Day 6 – Unterwasseraufnahmen Gulen

Bilder: Antonius Scheffler

Ein Blick unter die Oberfläche in Gulen.

Unsere Unterwasseraufnahmen zeigen es deutlich: Der Kelp trägt bereits Spuren der vergangenen Sommermonate. Da der Hochsommer nicht die Hauptwachstumsphase mariner Makroalgen ist, zeigen sich die Bestände aktuell spürbar von der Saison gezeichnet. Dennoch sehen wir die Flora und Fauna auf dem Kelp gedeihen.

Auf den Bildern nimmt euch Luisa mit durch das kühle Grün des Fjords – echte Feldforschung nah am Ökosystem!

-Antonius Scheffler & Annkatrin Reitz

Tag 8 – Throwback to Day 5 – Luftaufnahmen des magischen Ankerns in Gulen

Tag 8 – Kelp Quotes – Drohne fliegen

 „Drohne fangen ist wie nach nem ersten Date fragen, beides muss man einfach durchziehen.“

-Paula Baierlein

 

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Tag 8 – Strand & Gezeiten-Tümpel

 

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Am Strand können wir bei Niedrigwasser die Arten, die die Unterwasserwälder bewohnen und bilden, beobachten, ohne nass zu werden. Wir stellen euch an den Gezeitentümpeln die Kelparten vor und zeigen, was sich bei Ebbe in den trockengefallenen Steinriffen tummelt.

-Tonya Avemarg und Janosch Labesius

 

Tag 8 – Zwischen Wissensdurst und kritischem Blick

Der Tag begann an Bord der Malizia Explorer mit einem echten Erfolgserlebnis: Alle standen pünktlich auf den Beinen und die Stimmung beim ersten Kaffee war bestens. Dass wir uns überhaupt schon heute in Ålesund befinden und spontan umplanen können, verdanken wir unserem Kapitän Lucas. Er hat uns mit vorausschauendem Geschick einen ganzen Tag vor dem ursprünglichen Routenplan nach Ålesund gebracht. Genau zur richtigen Zeit, da für den gestrigen Abend noch eine Sturmwarnung reinkam. Nun liegen wir sicher im Hafen und haben wertvolle Zeit gewonnen.

Auf dem Tagesprogramm stand ein Besuch im örtlichen Aquarium, Atlantikpark. Dieser Tagespunkt ist für uns alle mit einem gewissen Zwiespalt verbunden. Das Aquarium ist ein staatlich anerkanntes Wissenschaftszentrum (Vitensenter) mit starkem Fokus auf die heimische Meeresfauna. Es gilt als eines der größten Aquarien Skandinaviens und nutzt ungefiltertes Meerwasser direkt aus dem angrenzenden Fjord.

Dennoch betrachten wir die Haltung mariner Organismen an Bord naturgemäß aus zwei Blickwinkeln: Einerseits schätzen wir den Wert für Forschung und Bildungsarbeit, andererseits begegnen wir der Haltung von Wildtieren in geschlossenen Systemen mit einer gesunden wissenschaftlichen und ethischen Distanz.

Ob wir den Schritt ins Aquarium wagen würden, machten wir von einer Bedingung abhängig: Bekommen wir die Möglichkeit, vor Ort mit der Fachexpertise für Kelp, Kabeljau, Seewolf und Seeigel zu sprechen?

Punkt 09:00 Uhr griff Lea zum Hörer. Die Antwort am Telefon: ein vielversprechendes, positiv gestimmtes „Vielleicht“. Das reichte uns als grünes Licht. Nach einem kurzen Stimmungsbild an Deck entschieden sich acht von uns, den Weg zum Aquarium anzutreten. Neugierig auf den fachlichen Austausch, aber mit der nötigen Dosis Skepsis im Gepäck.

„Eigentlich bin ich eher skeptisch gegenüber Aquarien generell eingestellt, aber ich bin hier interessiert daran, wie die moderne Technik die Haltung evtl. revolutioniert und verbessert. Zudem finde es interessant mal zu schauen, wie sie als einziges Aquarium Kelp halten.“

Janosch

„Ich habe vorab ein wenig über das Aquarium recherchiert. Wenn ich ein Fisch wäre und mir aussuchen müsste, in welchem Aquarium ich lebe, wäre des Aquarium vermutlich ganz oben auf meiner Liste. Umso gespannter bin ich auf die Haltungsbedingungen vor Ort – und besonders darauf, wie sie den Kelp jetzt in der späten Sommersaison stabil und gesund halten.“

Tonya

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf machten wir uns auf den Weg. Gespannt darauf, was uns hinter den Kulissen der Aquaristik und Meeresforschung in Ålesund erwarten würde.

-Annkatrin Reitz

Tag 7 – Zwischen Hafenkelp und wachsender Verbundenheit

Spätes Festmachen in Ålesund

Als die Malizia Explorer gestern Spätabend nach einer langen, kräftezehrenden Etappe auf See die geschützte Hafeneinfahrt von Ålesund erreichte, empfing uns die Kulisse der norwegischen Küstenstadt in nächtlicher Stille, man hat sogar kaum noch Gemurmel von der Hafenmeile gehört. Die Lichter der Jugendstil-Fassaden spiegelten sich im ruhigen Wasser des Hafenbeckens, während die Crew die letzten Anlegemanöver an den Docks ausführte.

Selbst im Laternenlicht des Kaimauer-Bereichs ließ uns der wissenschaftliche Blick nicht los: Direkt an den Unterbau-Konstruktionen der Docks lugten im klaren Hafenwasser die Wedel von Kelp  – eine faszinierende Erinnerung daran, wie präsent marine Ökosysteme selbst im urbanen Hafenraum sind.

Nach dem Sichern des Schiffes nutzten wir die späten Stunden für einen gemeinsamen Orientierungsgang durch das nächtliche Ålesund. Doch über die ruhige Meereskulisse hinaus zeigte dieser Moment vor allem eines: die unmerklich fortschreitende Transformation unserer Teams. Nach den ersten intensiven Tauch- und Schnorcheleinsätzen in Gulen, der gemeinsamen Arbeit an Deck und den gemeinsamen Blicken ins Bino fügte sich das Team auf engstem Raum immer lückenloser zusammen. Es war ein greifbares Gefühl, dass aus einer zweckgebundenen Gemeinschaft Schritt für Schritt tiefes gegenseitiges Vertrauen und echte Freundschaft erwachsen sind.

Mit gestärktem Teamgeist und reichlich Motivation blicken wir nun auf die bevorstehenden wissenschaftlichen Aufgaben vor der Kulisse Ålesunds.

-Annkatrin Reitz

Tag 7 – Kelp Cam – Die Arten-Auswertung aus Gulen

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden


Was hat das Schnorchelteam an der Oberfläche entdeckt und was verbarg sich für die Taucher in den tieferen Schichten? 🥽✨

Luisa und Tonya werten derzeit die Beobachtungen und Aufnahmen von gestern gebündelt aus. Im Video präsentieren beide ihre biologischen Highlights des Tages und erklären kurz, welche Rolle Quallen, Seescheiden und Palmentang im lokalen Ökosystem spielen.

-Tonya Avemarg & Luisa Felschen

Tag 7 – Kelp Cam – Der lange Weg nach Ålesund

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden


Die Malizia Explorer befindet sich aktuell auf dem Weg nach Ålesund. Den gesamten Tag verbringt das Team auf See, um die Meilen Richtung Norden zurückzulegen.

Während die Routenführung läuft und sich die Eindrücke von Gulen setzen, gibt uns Lea direkt von Deck ein Video-Update:

Sie nimmt euch mit durch unseren heutigen Ablauf an Bord, zeigt die Vorbereitungen auf die kommenden Stopp und gibt einen Ausblick darauf, welche wissenschaftlichen Termine uns in Ålesund bevorstehen.

Schaut rein und begleitet uns durch unseren Tag auf See!

-Lea Wowra

Tag 7 – Kelp im Fokus – Ein regnerischer Morgen an Deck

Bilder: Paula Baierlein

Tag 7 – Throwback to Day 6 –Die ersten Sedimentproben und Reaktionen in Gulen

Antonia, Josefa, Janosch, und Tonya haben gestern erfolgreich die ersten Sedimentproben mit dem Corer genommen. Eddy hat sie mit einem Schlauchboot an eine Mulde im Meeresboden gefahren, die sich in direkter Nähe zu dem Kelp-Wald am Gulden-Dive Centre befindet. Dort sammelt sich schlickig bis sandiges Sediment mit großem organischen Anteil. Zurück an Board werden ein paar Proben archiviert, um sie in Bremen genauer auf Ihre mineralogische Zusammensetzung und auf Biomarker zu untersuchen.

Die restlichen Proben werden heute unter dem Binocular betrachtet, und anschließend mit gefiltertem Wasser verdünnt, um sie im dem mit Plantkoskop zu untersuchen.

Ich , Antonia, habe gestern auf Ihrem kleinen Abend- Spaziergang Einheimische von Gulen getroffen, ihnen von der KelpKann Expedition erzählt. Sie waren begeistert, dass sich junge Menschen aus Deutschland für die Unterwasserwelt in Norwegen interessieren und diese als schützenswert empfinden. Die Einheimischen haben anschließend ein wenig die Geschichte ihrer Community erzählt und es war sehr schnell klar, dass die Community der Einheimischen zwar klein ist, aber fast als eine große Familie fungiert. Sie halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Als ein Teil des Landes von einem Millionär gekauft wurde, dem zudem auch die benachbarte Fischfarm gehört, hat sich die Community gemeinsam stark gemacht. Sie haben das Verhalten des Millionärs kritisiert, als er 200 Jahre alte Ruinen abgebrannt hat, um neue Häuser zu bauen. Er musste eine Strafe zahlen und hat seitdem nichts mehr an seinem Land verändert.

Der entspannende Abendspaziergang wurde somit von faszinierenden Einblicken in das einheimische Leben in Gulen bereichert. …ein perfekter Abschluss eines ohnehin schon perfekten Tages.

-Antonia Spielvogel

Tag 7 – Funkrufe am Morgen

„Malizia Explorer, Malizia Explorer!“,

ruft uns ein anderes Segelboot am Morgen des 7. August. Ich drehe mich verwundert zu Eddy um. An diesem kühlen Morgen sitze ich draußen und schaue auf die norwegische Landschaft auf unserem Weg nach Ålesund. Eddie schaut von dem Tablet auf, mit dem er bis vor kurzem noch unseren Kurs verfolgt hatte.
Bisher habe ich noch nie unseren Namen über Funk gerufen gehört.
Eddy geht nach drinnen, um das Sprechgerät von der Wand zu lösen. Auch Kapitän Lucas stellt sich neben ihn und hört zu. Erneut hören wir: „Malizia Explorer, Malizia Explorer“. Eddy antwortet: „This is Malizia Explorer listening“.
Der Mann über Funk bittet ihn, den Funkkanal zu wechseln. Von der 16 auf die 06. Es dauert ein paar Sekunden, dann befinden wir uns mit dem Segler wortwörtlich auf einer Wellenlänge. Dann ein Satz, den keiner von uns erwartet hat:
„I just want to congratulate you for all that you are doing for science and for sailing!
Der Mann grinst hörbar durch das Funkgerät. Verblüfft schauen die beiden Männer der Crew das Gerät an. Ein leichtes Lächeln findet seinen Weg auf das Gesicht unseres Kapitäns. Er legt den Kopf schief und zuckt mit den Schultern. Eddie antwortet, bedankt sich.
Der Fan am anderen Ende der Verbindung bedankt sich ebenfalls, dann endet das Gespräch: „Now you can go back to channel 16“. Stille im Cockpit der Malizia Explorer. Ob das öfter vorkommt, will ich von Eddy und Lucas wissen. „Nein“, antworten beide. Eddy grinst, Lucas wirkt eher belustigt. Dass Menschen uns filmen, Fotos machen oder fragen, ob sie an Bord kommen dürfen, das haben wir in Deutschland schon erlebt.

Auf Helgoland fuhren drei Jungs auf einem Schlauchboot an unser Schiff heran: Ob Boris Herrmann an Bord sei, wollten sie wissen. Ihre Eltern würden gern einen Wein mit ihm trinken! Leider mussten wir ihre Anfrage verneinen.

Doch dass auch in diesen Gewässern, hoch in Norwegen, Fans der Malizia unterwegs sind, das freut uns alle.
We should be thanking him, setzt Kapitän Lucas dann noch nach, jedoch nicht über Funk. „He‘s sailing, we‘re motoring“. Er hat recht, noch immer steht der Wind nicht zu unseren Gunsten. Wir haben das erste Segel hochgezogen, fahren jedoch mit Motor, bis wir uns besser in den Wind drehen können.
Also ein Danke zurück: An die Fans der Umweltforschung und des Segelns überall in der Welt. Allzeit guten Wind!

-Karlotte Hamburg

Tag 7 – Geburtstag an Bord

Feierlaune auf dem Weg in den  Norden…

Ein Tag auf See ist nie nur Arbeit – heute haben wir einen ganz besonderen Grund zur Freude: Kat feiert ihren 24. Geburtstag an Bord!

Trotz Seegang hat unsere Köchin Tephi keine Mühen gescheut und einen wundervollen Kuchen gebacken, der im Team für beste Stimmung gesorgt hat. Als Überraschung überreichte das gesamte Team Kat ein individuell passendes Geschenk zur Expedition: ein stylisches Bandana, verziert mit den unterschiedlichsten Kelp-Illustrationen.

Wir genießen die gemeinsamen Feierstunden auf unserem Kurs Richtung Ålesund!

Tag 7 – Frühstart in den Norden

Um 04:00 Uhr hieß es heute für das Team der Malizia Explorer Abschied nehmen von Gulen. Da der Wind am frühen Morgen noch nicht optimal stand, meldete sich pünktlich um 04:15 Uhr der Motor zur Abfahrt. Ein herzliches Dankeschön geht an das hilfsbereite Team vom Gulen Dive Center für die tolle Gastfreundschaft und die unvergesslichen Tauchgänge!

Vor uns liegt ein langer Tag auf See. Wir setzen unseren Kurs weiter Richtung Norden fort und rechnen damit, erst spät in der Nacht in Ålesund einzulaufen. Die Stimmung an Bord ist bestens und wir freuen uns auf einen ereignisreichen Tag auf dem Wasser!

-Annkatrin Reitz

Tag 6 – Kelp Quotes – Philosophie am Abend

„Logistik ist schon nervig. Menschen und Dinge in Raum und Zeit.“

-Tonya Avemarg

Es ist 19:00 und all unsere Tauchsachen hängen im Trockenraum des abgeschlossenen Dive Centers. Morgen wird um vier Uhr morgens abgelegt. Der Tauchcenter öffnet um neun.
Finde den Fehler.

Update:

Zum Glück kam noch ein Mitarbeitet des TauchCenters und wir konnten alle unser Equipment bergen und an Bord der Malizia Explorer bringen.

Tag 6 – Kelp Quotes – Abtauchen

„Und plötzlich ist alles ganz still. Als ich abtauche, drückt meine Neoprenhaube fest gegen meinen Kopf. Ich halte die Luft an und schlage drei Mal mit meinen Flossen, um näher an den Zuckertang zu gelangen. Als er endlich scharf wird, sehe ich trotz halb beschlagendener Schwimmbrille, dass es dem Kelp gar nicht mal so gut geht. Viele Blätter liegen tot am Boden. Das ist nicht ungwöhnlich für den Sommer in Südnorwegen: Die Oberflächentemperatur steigt und wird für den Zuckertang oft zu warm – am wohlsten fühlt er sich zwischen 10 und 15 Grad. Im Sommer geht der Kelp in eine Art Ruhephase oder sogar Blattabbau über, um im Winter und Frühjahr wieder ordentlich zu wachsen. Während ich auftauche, frage ich mich, ob marine Hitzewellen oder die nahegelegende Fischfarm auch etwas mit den gestresst aussehenden Blättern zu tun haben könnten. Jetzt pfeift der Wind über die Wellen – die Strömung hat zugenommen. Ich wische über meine Brille und tauche schnell wieder ab.“

-Josefa Beyer

Team-Suppe

Tonya, Josefa, Karlotta, das Schnorchel Team auf Expedition

Bilder: Paula Beierlein

Tag 6 – Erstes Abtauchen im Gulen

Gestern gegen 12:00 Uhr erreichten wir das Gulen Dive Center – begleitet von großartigen Manövern der Crew beim Anlegen. Die Malizia Explorer ist 26 Meter lang und das Dock maß gerade einmal 30 Meter. Das bedeutete: Unser Kapitän brauchte eine Menge Fingerspitzengefühl! Marin, unser Erster Offizier, zeigte auch uns als Team, wie man an so einer Art von Dock richtig anlegt. Viele von uns beherrschen nach diesem Tag den Leinen-Weitwurf einwenig besser.

Vor Ort wurden wir von Sarah, Richard und Frank herzlich in Empfang genommen. Nach den intensiven Tagen der Transitfahrt brannte das gesamte Team darauf, endlich ins Element abzutauchen und die biologische Vielfalt zu beobachten. Die allerersten Stunden auf dem norwegischen Festland vergingen für die meisten von uns wie im Flug:

Wir sortierten das Equipment, erkundeten die Tauchstation und studierten die detaillierten Gewässerkarten der Region – besonders im Hinblick auf Strömungen und lokale Indikatorarten, allen voran die kleinen Nudibranchs (Meeresnacktschnecken) und natürlich die Kelpbestände.

Nach der Einweisung teilten wir uns in zwei Teams auf: ein Schnorchelteam, auch Team Suppe genannt, bestehend aus Josefa, Toni, Tonya und Karlotta sowie ein Scuba-Tauchteam mit Lea, Luisa, Antonius und mir. Obwohl dem Schnorchelteam zu Beginn recht gedämpfte Erwartungen hinsichtlich der Unterwassersicht genannt worden waren, übertraf der Einsatz alle Hoffnungen. Trotz vergleichsweise dünnen 5-mm-Neoprenanzügen hielten sie es fast eine volle Stunde im kühlen Nordmeer aus und kehrten mit leuchtenden Augen an die Oberfläche zurück – begeistert von Sichtungen ganzer Fischschwärme, filigranen Hydrozoen, Seescheiden und Quallen.

Für das Tauchteam – bestehend aus zwei Trockentauchern und zwei Taucherinnen in Nassanzügen – folgte vor dem Einstieg ein professionelles Sicherheitsbriefing durch Richard. Als Dive Tech Master mit beeindruckenden 6.043 Tauchgängen führte er uns ein weiteres Mal präzise durch alle Vorkehrungen, bevor Antonius mit seiner tollen Unterwasser-Kameraausrüstung vorausging. Nach einer kurzen Korrektur meiner Bleimenge beim Abtauchen sammelte sich das Team auf fünf Metern Tiefe. Bei acht bis zehn Metern Sicht entfaltete sich vor uns eine faszinierende marine Kulisse.

Neben dem küstennah vorherrschenden Blasentang (Fucus vesiculosus) – einer Braunalge mit charakteristischen Gasblasen – stießen wir rasch auf den eigentlichen Zuckertang (Saccharina latissima). Hier zeigte sich eindrücklich der ökologische Zustand des Ökosystems im Spätsommer: So weit südlich befand sich der Kelp bereits am Ende seiner Saison. Statt majestätisch aufrecht zu stehen, wirkte er vom Sommer gezeichnet und hing erschöpft zur Seite. Der Meeresboden bot dennoch eine enorme Vielfalt an Stachelhäutern, allen voran unzählige Schlangensterne mit ihren schmalen, schlangenartig beweglichen Armen. Ein ganz persönlicher Höhepunkt war für mich die Begegnung mit einer etwa 60 cm großen, perfekt im Sediment getarnten Flunder. Auch wenn Antonius sie in diesem Moment übersah, als ich auf sie deutete, blieb es ein magischer Augenblick stummer Gelassenheit zwischen mir und diesem Geschöpf.

Nach etwa 30 Minuten forderte die Kälte ihren Tribut und wir stiegen auf. Antonius und Luisa ließen sich davon jedoch nicht aufhalten: Nach dem Reinigen des Materials sprangen die beiden direkt noch einmal ins Wasser – natürlich mit ausreichend Oberflächenpause. Luisa schwärmte später voller Begeisterung von farbenprächtigen Nudibranchia – jenen Schnecken, die im Laufe der Evolution ihr Gehäuse verloren haben und nun in leuchtenden Warnfarben strahlen. Zudem entdeckten die beiden doch noch ein aufrecht stehendes Kelp-Exemplar, das dicht von strahlend weißen Seescheiden besiedelt war – sackartigen Manteltieren, die kontinuierlich Nährstoffe aus dem Wasser filtern.

Gulen hat uns einen fantastischen Auftakt beschert. Nach einer ersehnten warmen Dusche für alle lassen wir den Abend nun entspannt bei Telefonaten mit unseren Liebsten zu Hause – oder besser gesagt: auf der Malizia Explorer? – ausklingen, während Antonius bereits die ersten Aufnahmen sichert. Die Dankbarkeit an Bord ist riesig – die Suche nach dem Kelp hat spätestens jetzt offiziell begonnen.

Wie schon erwähnt, sind wir aktuell dabei, die Fotos und Aufnahmen aufzubereiten, und werden sie in den kommenden Tagen mit euch teilen.

– Annkatrin Reitz

Arrival in Gulen, Richard, Dive Center, Frank

Team Suppe, Team Suppe auf Expedition zur Insel

Annkatrin in Ausrüstung vor den Tauchgängen, das ganze Tauchteam, Antonius säubert sein Equipment, Luisa und Antonius nach dem zweiten Tauchgang, Luisa säubert ihren Anzug

Bilder: Paula Baierlein

Tag 6 – Kelp Cam – Frisch Aufgetaucht

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden


„Einfach magisch!“Luisa live nach dem Abtauchen

Die Tinte im Logbuch ist trocken, aber die Begeisterung hält an! Direkt nach dem Auftauchen berichtet Luisa im Interview von ihren Eindrücken unter der Oberfläche.

Trotz kühler Temperaturen überwog das Entdeckerfieber: Von farbenprächtigen Nudibranchia bis hin zu dicht besiedelten Kelp-Exemplaren bot der Fjord ein faszinierendes Schauspiel. Seht hier das spontane Interview direkt aus den Wogen vor Gulen!

-Luisa Felschen

Tag 6 – Kelp Cam – Ab ins kalte Wasser

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden


Antonius nimmt uns mit vor dem ersten Tauchgang in Gulen.

Welches Equipment kommt zum Einsatz? Wie sieht die Sicht unter Wasser aus? Und mit welchen Arten rechnen wir in den norwegischen Fjorden?

Bevor es ins kühle Nordmeer geht, fasst Antonius im Video kurz die aktuellen Bedingungen und unsere Erwartungen unter Wasser zusammen. Spoiler: Es wird kalt, aber faszinierend!

-Antonius Scheffler

Tag 6 – Ein weiterer Star außer Kelp

Gestern nachmittag haben wir das Planktoscope zum ersten Mal benutzt. Dafür haben wir, während Delfine aus den Wellen gesprungen sind und Seeadler unser Boot umkreisten, mit dem Planktonnetz proben gesammelt. Das Plankotnnetz ist 55 Mikrometer groß, sodass alles größere im Netz hängen bleibt und im Sammelbehälter am Ende des Netzes gesammelt wird. Das gefilterte Wasser haben wir in Probengefäße gefüllt und in das Planktoscope gefüllt. Es brauchte ein bisschen bis wir mit dem Planktoscope vertraut waren, aber mit einem Tutorial können wir auch auch diese Herausforderung meistern. Im Planktoscope könnten wir die faszinierende Welt des Planktons entdecken. Vor allem Dinoflagellaten waren in der Probe vorhanden. Dinoflagellaten sind sehr nahrhaft, sodass Fische und Muscheln diese oft fressen. 

-Luisa Felschen

Tag 6 – Kelp Quotes – Die entscheidende Montage

„Ja ihr lieben Mäuse, das ist auch ein Linksgewinde – natürlich wird das so nicht fest!“

– Annkatrin

Pragmatismus und Präzisionsarbeit an Bord der Malizia Explorer. 

Gestern Abend stand die Assemblierung eines zentralen Forschungsinstruments auf dem Plan: Antonias Corer zur Entnahme von Sedimentproben. Dass beim Zusammenbau komplexer Meeresmesstechnik im Feld auch mal mechanische Tücken wie ein Linksgewinde bewältigt werden müssen, gehört zur Realität wissenschaftlicher Expeditionen. Dank Anotnia, Kat und Tonya saß die Konstruktion am Ende perfekt.

Der Aufwand hat sich unmittelbar ausgezahlt: Heute wurden in Gulen erfolgreich die ersten Sedimentproben gezogen. Während Antonia derzeit an der wissenschaftlichen Auswertung arbeitet und in Kürze selbst berichten wird, teilen wir hier einige Einblicke in die Montagephase des Instruments.

-Annkatrin Reitz

Bilder: Annkatrin Reitz

Tag 6 – Throwback to Day 2 –Einblick zu unserer Schnorchel Session auf Helgoland!

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Aufnahmen von Antonius Scheffler

Musik von Atlasaudio (Pixabay)

Erste Kelpwälder vor Helgoland. Wir durften endlich einen Blick auf diesen eleganten Palmtang und Blasentang werfen, wo mitten drin die Rippenquallen und blaue Nesselqualle ihre Wege suchten. Antonius hat sie für uns eingefangen.

Tag 6 – Früh an Bord

06:45 geht der Wecker. Der Regen prasselt unermüdlich auf das Deck. Eigentlich möchte man in der Koje eingekuschelt bleiben. Doch wir haben noch einiges zu tun, bevor der Motor wieder angeschmissen wird. 

Interviews organisiert von Paula, Aufnahmen von Antonius, Planktonproben sowie Tests mit dem ‚Manual Gravity Corer‘ von Antonia unterstützt von Kat. 

Es gibt viel zu tun und die Stimmung in dem prasselnden Regen ist wie auf einer Arktisexpedition. 

Das Wasser sieht aufgrund des durch die naheliegende Fischfarm überdüngten Fjords so gelb aus wie Pipi. Echt komisch. Wir schauen uns später die Planktonproben mit dem Planktoskop an. 

Der erste Test mit dem ‚Manual Gravity Corer‘ ist geglückt, Antonius strahlt wegen seine Aufnahmen und Paula hat schon ganz viel Material im Kasten. 

Und das alles vor dem Frühstück. 

-Tonya Avemarg

Tag 5 – Kelp im Fokus – Das Leben an Deck

Bilder: Paula Baierlein

Tag 5 – Kelp Cam – Gemeinsam mit den Gemeinen Delfinen im Fjord

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Bevor wir morgen früh im Gulen Dive Center einlaufen, stellt uns Janosch das bevorstehende Anlegemanöver im Detail vor. Da die Liegeplatzverhältnisse vor Ort Präzision verlangen, bringt er euch auf den neuesten Stand: Er erklärt uns die exakte Abfolge mit drei Leinen, damit das Schiff sofort sicher am Dock liegt und die Strömung optimal abgefangen wird. Und er erzählt von seiner Sichtung der Seeadler

-Janosch Labesius

Tag 5 – Kelp im Fokus – Fjord-Geschehen

Bilder: Annkatrin Reitz

Hadanger Fjord, Malizia Mast, Pförtner Haus am Fjord, eine der Fischfarmen vor Bergen, Tonya in Aktion

Tag 5 – Kelp im Fokus – Die ersten Plankton-Proben

Bilder: Paula Baierlein

Tag 5 – Windumschlag und Kurswechsel

Fast haben wir es nach Gulafjorden geschafft. Drei Tage früher als geplant.

Die letzten Stunden fahren wir vorbei an malerischen Inseln, dicht bewachsen mit Nadelwald, hin und wieder sehen wir schon die typischen nordischen roten Häuschen. Wir werden von Delfinen besucht und wissen: Jetzt sind wir in Norwegen angekommen.

Da erreicht uns die Nachricht der Crew, dass sich der Wind gedreht hat. Sicherlich bleiben wir einen Tag in Gulafjorden. Dort wollen wir tauchen und schnorcheln und das allererste Mal die norwegischen Kelpwälder in ihrer vollen Pracht erleben. Doch wann es dann weiter geht, ob und wenn überhaupt, wie weit, bis uns der starke Wind einen Strich durch die Rechnung macht, das ist unklar. Richtung Ålesund und Runde soll es gehen, die nächsten Termine warten auf uns, doch die Natur ist und bleibt unberechenbar.

Das erleben wir auf dieser Reise nicht zum ersten Mal. Wohin es dann also weitergeht, bleibt abzuwarten. Einig sind wir uns jedoch bereits: Norwegen ist wunderschön und wir freuen uns auf alles, was wir hier sehen und erleben werden.

-Karlotta Hamburg

Tag 5 – Kelp Cam – Gemeinsam mit den Gemeinen Delfinen im Fjord

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Während die Malizia Explorer ihren Kurs durch die Fjorde in Richtung Gulen fortsetzte, bot sich dem Team an Deck ein beeindruckendes Naturschauspiel: Um punkt 14:48 Uhr kreuzte die erste Gruppe von Gemeinen Delfinen(Delphinus delphis) unseren Kurs.

Über einen längeren Zeitraum kreuzten immer wieder kleinere Gruppen von etwa 10 bis 15 Tieren. Anders als bei rein verspielten Interaktionen mit der Bugwelle zeigte die Schule ein sehr klares, zielgerichtetes Schwimmverhalten: Ihr Kurs führte stetig in Richtung Südwest, raus aus dem geschützten Fjord auf die offene See.

Im Video gibt Annkatrin direkte Einblicke in ihre Beobachtungen vor Ort:

Ein Großteil der Gruppe bestand aus adulten Weibchen mit Jungtieren. Diese nutzen die ruhigeren Küstengewässer oft als geschützten Raum für die Aufzucht und Nahrungssuche. Zudem konnten wir eine dynamische Teilgruppe beobachten, die vermutlich aus etwa fünfjährigen Tieren bestand. In diesem Alter beginnen junge Delfine, sich von den Müttern zu lösen und eigene soziale Verbände zu bilden.

Der Gemeine Delfin ist optisch vor allem durch seine markante, sanduhrförmige Zeichnung an den Seiten zu erkennen. Mit einem charakteristischen gelblich-beigen Feld im vorderen Bereich und grau im hinteren Abschnitt.

Obwohl die Art zu den eher bekannteren Delfinen gehört und sie nicht vor dem Aussterben bedroht sind, sind solche Sichtungen immer wieder ein wichtiger Indikator für die Dynamik mariner Ökosysteme, Fischbestände und Wassertemperaturen.

Für das gesamte Team war diese Sichtung nicht nur ein emotionales Highlight des Tages, sondern auch eine wertvolle Erinnerung daran, wie dynamisch und schützenswert der Lebensraum ist, den wir auf dieser Expedition erforschen.

Zeit der Sichtung: 14:48 Uhr

Bild: Annkatrin Reitz

-Annkatrin Reitz

Tag 5 – Kelp Quotes – Da hilft auch keine Kamera-Einstellung

„Die Welt ist gerade so grau und diesig, da hilft auch keine Kamera-Einstellung!“

-Paula Baierlein

Paula, unsere Fotografin an Bord, fängt das maritime Geschehen und das Leben an Deck der Malizia Explorer ein. Doch die Fjorde Norwegens zeigen sich heute von ihrer gewohnt eigenwilligen und mystischen Seite: Die imposante Kulisse hüllt sich zunehmend in diesigen Dunst und leichten Fjord-Nebel.

Auch wenn das Licht die Fotos immer wieder überlichtet und die Sicht verblasst, fängt die Kamera genau das ein, was eine Expedition im Norden ausmacht: Raue, ehrliche Fjord-Atmosphäre pur.

Tag 5 – Kelp Cam – Aquakulturen im Akkord: Dicht an dicht durch die Fjordstraßen

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Wer durch die norwegischen Fjorde segelt, kommt an ihnen kaum vorbei:

Zahlreiche grüne Netzgehege, gekennzeichnet mit gelben Bojen. Gehege, die extra für die Aufzucht von Lachsen ausgelegt sind. Sie prägen das Bild entlang der Fjorde. Aquakultur ist sehr wichtig für Norwegen, doch bringt das intensive Farmen in unseren Augen die sensiblen Fjord-Lebensgemeinschaften unter der Wasseroberfläche aus dem Gleichgewicht.

Heute gibt Tonya einen Einblick in dieses kontroverses Thema. Sie erklärt vor Ort, welche Gefahren von den Fischfarmen ausgehen. Von Lachsläusen, über entwichene Zuchtfische, die die wilden Genpools bedrohen, bis hin zur Verschmutzung.

Die Debatte rund um die Zukunft der Fischfarmen ist hochkomplex und von vielschichtigen Perspektiven geprägt. In unserem Beitrag teilt Tonya Gedanken zu den Schattenseiten der Fischfarmen und regt zum Nachdenken über den Konsum von Fisch an.

Habt ihr Fragen zu dem Thema, dann stellt sie uns gerne über das Fragetool, oben unter dem letzten Plus.

-Tonya Avemarg & Annkatrin Reitz

Tag 5 – Kelp im Fokus – Schreib-Workshop mit Lea Wowra

Bilder: Paula Baierlein

Tag 5 – Kelp im Fokus – Raumschiff oder Fähre?

Bilder: Annkatrin Reitz

Tag 5: Ungeplanter Zwischenstopp in Bergen & Warten auf den Zoll

Ungeplanter Schlenker: Die Bürokratie bittet zum Check

Wir haben leicht von unserer ursprünglichen Routenplanung abweichen müssen. Ziel des heutigen Tages ist überraschend (wir wissen das seit 2 Tagen) die Metropole Bergen. Grund dafür sind die norwegischen Behörden, die eine umfassende Kontrolle angekündigt haben: Sämtliche Lizenzen und Genehmigungen, insbesondere für unsere wissenschaftlichen Instrumente, sollen vor Ort eingehend geprüft werden.

Das betrifft vor allem unsere Ausrüstung für die bevorstehenden Plankton- und Sedimentproben sowie die CTD-Rosette. Unser Captain, Lucas, stellt sich vorsorglich auf das zäheste Szenario ein: Denn es könnte durchaus sein, dass wir einen vollen Tag im Hafen verbringen müssen, bis alle Papiere abgesegnet sind – zumal die Liegeplatz-Situation in Bergen bis jetzt noch nicht final geklärt ist. Unsere Fahrtleitung, Lea, fasst die Lage an Bord treffend zusammen: „Es ist wie am Flughafen, wenn man in eine etwas verlängerte Zollkontrolle gerät.“

Das Team nimmt den unverhofften Zwischenstopp extrem gelassen. Nach dem ersten eher ruppigeren Tag auf der Nordsee fühlt sich das Leben an Bord der Malizia Explorer inzwischen fast wie ein Zuhause an. Die Bedingungen auf dem Fjord könnten kaum entspannter sein: Das Wasser liegt ruhig da, die Welle ist praktisch null und die Sonne bricht Stück für Stück durch die Wolkendecke. So sehr, dass wir endlich die ersten dicken Bekleidungsschichten ablegen können.

Während wir mit konstantem Kurs dahin motoren, ziehen imposante norwegische Fähren an uns vorbei, die in dieser Kulisse fast wie futuristische Raumstationen auf dem Wasser wirken.

Die Zeit an Bord wird aber effizient genutzt. Um 11:00 Uhr kommt das gesamte Team für einen internen Schreib-Workshop mit Lea zusammen, um an unseren Beiträgen und Dokumentationen zu feilen. Eine tolle Gelgenheit, von der alle enorm profitieren für die Zukunft und diese Kampagne.

Gegen Mittagszeit rechnen wir mit dem Einlaufen in Bergen. Nach der relativen Einsamkeit der letzten Tage auf See wird der Kontrast zur belebten Fjord-Metropole sicher erst einmal eine kleine Umstellung für uns alle. Sobald das Warten beginnt, steht derzeit zur Ablenkung vielleicht die erste Runde Hitster-Spiel auf dem Programm, eine eher belangloses Spiel, was aber hoffentlich die Stimmung oben halten wird.

Der Blick nach vorn: Bis zur Ankunft laufen die Recherchen und Vorbereitungen an Deck auf Hochtouren. Sobald der Zoll grünes Licht gibt und die Lizenzen bestätigt sind, geht es direkt an die eigentliche Arbeit: Die ersten offiziellen Plankton- und Sedimentproben der Expedition können dann genommen werden!

Position: Auf Ansteuerung Bergen (Norwegen)

Status: Unter Motor, Fjord-Passage

-Annkatrin Reitz

Tag 5 – Kelp Cam – Kurs auf Bergen: Mit Motorkraft durch die ersten Fjorde Norwegens

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden


Heute Morgen an Deck kommen, ist wie in einer Doku aufwachen. Die Berge des Fjords ragen mächtig an den Seiten hoch. Meer und Berge so nah beieinander.  Schleierhafte Wolken umwickeln die schemenhaften Riesen. Es ist magisch. 

Jetzt sind wir auf dem Weg nach Bergen, um das Boot offiziell in Norwegen anzumelden. Außerdem wird uns mitgeteilt: in diesem Fjord gibt es sogar Kreisverkehre für Boote, weil es hier schnell chaotisch werden kann. 

Bei fast keinem Wind und röhrenden Motoren fahren wir mit 7 Knoten zum ersten Stopp an dieser faszinierenden Küste. Die Norwegische Flagge als Gastflagge ist auch schon gehisst. 

Norwegen wir kommen!

-Josefa Beyer & Tonya Avemarg

Tag 4 – Kelp Quotes – Überschätzung oder Realismus?

„Ob ich das noch schwimmen könnte!?“

-Tonya Avemarg

Tonyas Aussage zur Entfernung von der Malizia Explorer bis zur norwegischen Küste, die ca. 15km beträgt.

Bild: Antonius Scheffler

Tag 4 – Kelp im Fokus – Von Schonkost zurück zu voller Produktivität

Bilder: Paula Baierlein

Nach dem herausfordernden ersten Tag (Tag 3) auf See hat sich die Lage an Bord spürbar stabilisiert. Mit dem Abklingen der Seekrankheit kehren nicht nur die Kräfte, sondern auch der gewohnte Arbeitsrhythmus des Teams zurück.

Der vergangene Tag stand vor allem im Zeichen der Regeneration. Schonkost war das Gebot der Stunde: Bananen, Cracker und einfacher Haferflocken bildeten das Fundament, um die Mägen wieder an die stetige Bewegung des Schiffes zu gewöhnen. Dass der Magen inzwischen wieder verlässlich mitspielt und auch der erste frische Kaffee symptomfrei genossen werden kann, markiert für das gesamte Team einen entscheidenden Wendepunkt.

Mit dem Wiedererlangen der körperlichen Fitness zieht zeitgleich die Produktivität auf der Malizia Explorer wieder voll an. Das Equipment wird einsatzbereit gemacht, Bild- und Videomaterial aufbereitet und die wissenschaftliche sowie mediale Dokumentation der Expedition mit neuem Schwung fortgeführt. Die Phase der Eingewöhnung ist damit offiziell abgeschlossen – der Fokus liegt nun wieder voll und ganz auf unserer Mission gen Norden.

-Annkatrin Reitz

Tag 4: Malizia Explorer Webseite & Live-Tracking

Verstärkung für unsere Berichterstattung:

Ab sofort berichten wir nicht mehr nur hier über unsere Fortschritte, sondern werden auch direkt über die Kanäle der Malizia Explorer begleitet. Für fortlaufende Updates, wissenschaftliche Einblicke und den Alltag der Crew lohnt es sich, auch dort regelmäßig vorbeizuschauen.

🔗 Malizia Explorer Seite: https://www.malizia-explorer.com/news/71tdjqq7qpljeiw7ezziaof8qgf4qa

Unsere Route in Echtzeit verfolgen:

Für alle, die unseren aktuellen Kurs durch die Nordsee hautnah mitverfolgen möchten, steht ab sofort unser Live-Tracker bereit. Über den folgenden Link lässt sich die genaue Position der Malizia Explorer jederzeit auf der Karte abrufen:

🔗 Live-Tracker: https://tracker.ee/malizia-explorer/?fbclid=PAZnRzaATF06dwZG9mAmV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDzEyNDAyNDU3NDI4NzQxNAABp5360_yv3swl44NMNJ9qcXAO7rW8QdJULLnYw7I8NbTlNm95vMFzp3CnTJiU_aem_pzsPxSBDKRPrvfGXHQlWXQ

-Annkatrin Reitz

Tag 4 – Kelp Cam – Update zur Seekrankheit

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden


Kurzes Update von Deck: Die rosafarbenen Schüsseln können offiziell eingepackt werden!

Die Wogen des Nord Meers haben sich endlich beruhigt. Und mit den kleineren Wellen ist auch die Seekrankheit an Bord Geschichte. Das Team ist wieder topfit, die Mägen sind friedlich und die Stimmung könnte nicht besser sein.

Und das Beste: Wir haben Gesellschaft bekommen! Zu unserer Rechten, also steuerbord, wie es auf See heißt, zeichnet sich endlich die wunderschöne südnorwegische Küste am Horizont ab. Während wir meilenweit übers Wasser gleiten, ziehen immer wieder kleine Fischerboote an uns vorbei.

Das Abenteuer Norwegen nimmt jetzt erst so richtig Fahrt auf!

-Karlotta Hamburg & Annkatrin Reitz

Tag 4 – Kelp Cam – Gänsehaut pur an Deck

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Hier sind die Versprochenen Aufnahmen unserer Begegnung mit den Weißschnauzendelfinen! Insgesamt fünfmal kamen sie ans Boot, um in unserer Bugwelle zu spielen und sich im Wasser zu drehen, um uns zu beobachten.

Ton an für das ungläubige Jubeln des Teams – diesen Moment vergessen wir nie!

-Annkatrin Reitz

Tag 4 – Kelp im Fokus – Besuch auf Hoher See

Bilder: Lea Wowra

Tag 4 – Kelp Quotes – Wieder Land in Sicht

„Um uns herum nur diese blaue Weite und ich fühle mich winzig klein – aber auf eine ganz gute Art und Weise.“

-Lea Wowra

Bild von Antonius Scheffler

Tag 4 – Kelp Quotes – Und Plötzlich Delfine!

„Ich liege seit gestern krank im Bett und bin deprimiert, dass ich das Leben an Bord gerade nicht wie die anderen erlebe. Auf einmal höre ich einen lauten Schrei. Ich mach die Augen auf und sehe Delfine vor dem Bugauge aus dem Wasser springen. Jetzt bin ich glücklich.“

-Janosch Labesius

Tag 4 – Weißschnauzen Delfine am Bug

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Manchmal beschenkt einen die See auf eine Weise, die man kaum in Worte fassen kann. Heute haben uns Weißschnauzendelfine auf unserem Weg Richtung Norden begleitet und das nicht nur für einen flüchtigen Moment. Insgesamt fünfmal kamen sie ganz nah an die Malizia Explorer heran! Zwischen ihren Besuchen lagen jeweils etwa 15 bis 20 Minuten Pause, in denen sie vermutlich in der dunklen Tiefe bis zu 1000m auf Jagd waren.

Unser bestes Radarsystem für das nächste Auftauchen? Die Vögel. Jedes Mal, wenn sich Silbermöwen und elegante Basstölpel kreischend über einer Stelle im Wasser sammelten, wussten wir: Sie kommen wieder hoch! Natürlich haben wir weiterhin unsere Kurs einbehalten. Aber umso schöner zu merken, dass diese Tiere dann doch den Kontakt immer erneut suchen.

Was folgten, waren Momente purer Magie. Sobald drei, manchmal sogar fünf dieser wunderschönen Tiere an unserer Bugwelle auftauchten und ihre elegantesten Sprünge zeigten, gab es an Deck kein Halten mehr. Ich gebe es ehrlich zu: Es war ein einziges ungläubiges Geschreie aus reiner, ungefilterter Freude von mir.

Das Schönste daran war ihre pure Neugier: Die Delfine schwammen teilweise direkt neben dem Boot, knapp unter der Wasseroberfläche, und drehten sich leicht zur Seite – nur um ihr Auge auf uns zu richten und einen besseren Blick auf diese komischen Menschen an Deck zu werfen.

Ich glaube in solchen Augenblicken hat unser ganzes Team jede Müdigkeit und jede Seekrankheit der letzten Tage hinter sich lassen können. Es ist einfach nur zauberhaft, diese Tiere in ihrem Element zu erleben. Ein Tag, der mir und ich glaube allen anderen lange in Erinnerung bleiben wird.

-Annkatrin Reitz

Tag 4: Der Norden begrüßt uns

57°17,449 N
5°56,338 O

8:11 Uhr
Auf der Malizia ist es noch ruhig, als ich aufwache. Der Wellengang scheint die eine oder andere Person noch immer außer Gefecht gesetzt zu haben.

Meine Zimmernachbarin Kat und ich machen uns einen Tee und balancieren aufs Deck. Draußen ist es windig und kalt, und wir merken sofort, dass wir deutlich weiter im Norden sind. Wir schauen aufs Meer hinaus und sehen plötzlich etwas aus dem Wasser springen: Weißschnauzendelfine. Zuerst sind es nur zwei, dann drei, fünf… Die anderen stürmen aus ihren Kajüten aufs Deck, die Seekrankheit scheint vergessen. In den nächsten Stunden stehen wir nur da und beobachten, wie die Delfine sich immer wieder dem Boot nähern, auf der Bugwelle surfen und wieder abtauchen.

-Josefa Beyer

Tag 3 – Kelp im Fokus – Leben in Schieflage

Bilder: Paula Baierlein

Bilder: Antonius Scheffler

Tag 3 – Nach einem welligen Tag

„Hoffentlich sehe ich den Gauda nur einmal…“

Manche Dinge möchte man einfach nur einmal genießen.

Die Nordsee hat uns in den letzten 15 Stunden ordentlich durchgeschüttelt. Die wichtigste Lektion an Deck? Gouda schmeckt am besten, wenn man ihn genau einmal sieht – nämlich beim Abendessen, nicht zwei Stunden später in der pinken Schale.

Der Kurs besteht weiterhin nach Norden und zum Glück beruhigen sich die Mägen langsam, und die Vorfreude auf die ersten Kelp-Wälder steigt.

-Antonius Scheffler

Tag 3 – Gegen die Welle: Wenn die Nordsee den Magen prüft!

„Seasickness is not a real sickness, it’s just your brain being confused“,

hat uns Kapitän Lucas gestern noch erinnert. Wenn ich das nur auch meinem Körper vermitteln könnte…

Wir haben die Segel gehisst und steuern jetzt in ordentlichem Tempo auf Norwegen zu. Die Nordsee ist wunderschön – dunkelblau mit weißen Wellenkronen –, aber das heißt leider auch: Sie ist ordentlich wellig.

Während die Malizia Explorer sich tapfer durch die Wellen kämpft, kämpfe ich an Deck gegen die Übelkeit an. Eine denkbar schlechte Kombination: Hunger und Seekrankheit. In vorsichtigen Bissen esse ich eine Portion Couscous-Salat von gestern und trinke kleine Schlucke Wasser. Für den Fall der Fälle möchte ich lieber etwas im Magen haben.

Josefa kommt von drinnen aufs Deck gestolpert. Sie streckt die Hand nach der rosafarbenen Schale aus, die ich sicherheitshalber auf meinem Schoß halte. „Ich glaube, die brauche ich gleich“, sagt sie. Und so ist es auch.

Niemand schreibt gerne übers Übergeben, und auch euch möchte ich die Details ersparen. Aber kurz nach Josefa dreht sich auch mein Magen um. Perfektes Timing.

Direkt danach: ein wirklich befreiendes Gefühl. Eine Weile bleibe ich an Deck, während Eddie unsere Schale saubermacht – sicherheitshalber, damit bei dem starken Wellengang nichts danebengeht. Es ist mir etwas unangenehm, doch er versichert mir, dass das für ihn völlig okay sei. Ich nehme an, er ist daran gewohnt.

Als ich mich schließlich entscheide, nach drinnen zu gehen und mich ins Bett zu legen, verlässt mich auch noch der Rest des Frühstücks. Danach schlafe ich fast vier Stunden lang. Ich bin nicht die Einzige: Viele von uns schauen entweder draußen fest auf den Horizont oder versuchen, die Seekrankheit einfach zu verschlafen.

Wie fühlt es sich an, seekrank zu sein? Für mich ist es ein sehr diffuses Gefühl aus Kopfschmerzen, Übelkeit und bleierner Müdigkeit. Zu gerne würde ich aufstehen, rausgehen und bei den anderen sitzen, doch das Unwohlsein kommt in Schüben. Ich weiß nicht, ob ich den Weg durch den schmalen Flur und vorbei am Sitzbereich bis nach draußen an Deck schaffe.

Also bleibe ich liegen und schaue durch die Luke im Dach meiner Kabine auf das blähende Segel – in der Hoffnung, dass mein Gehirn morgen ein bisschen weniger verwirrt von der See ist.

-Karlotta Hamburg

Tag 3 – Der erste Wal in Sicht!

Immer noch Kurs 344° – und plötzlich taucht ein Schweinswal im Achtern auf! Kurze Aufregung, dann ist er auch schon wieder verschwunden. Genauso wie unser Team in den Kojen. Denn die Wellen schaukeln uns ganz schön dolle und jede und jeder muss erst einmal in den Rhythmus auf See finden.

Heute folgen unsere Videobeiträge auch nicht direkt, weil für den Upload „systemrelevante Personen“ bis eben ein Anti-Seekrankheits-Nickerchen gemacht haben. Das ist auch völlig richtig so: Heute heißt es erst einmal Ankommen an Bord – und starr auf den Laptop zu schauen, ist dabei nicht gerade förderlich, wie wir heute bereits feststellen durften.

Im Vergleich zu gestern ist heute alles ganz anders: Gestern haben sich auf Helgoland die Ereignisse nur so überschlagen und es war eine positive Hektik im Team zu spüren. Heute passiert rein gar nichts – außer dem Gewöhnungsprogramm hier auf Vorwindkurs. Jeder für sich, ob in der Koje oder mit dem Blick auf den Horizont. Auch das gemeinsame Essen (wie von der Crew gestern schon beschlossen) fällt erst einmal aus. Appetit haben sowieso nur wenige – wer doch welchen hat, kann sich aber mit kleinen Akrobatikeinlagen einen leckeren Snack zubereiten.

Wir freuen uns, denn es geht immer weiter in Richtung Norden. Endlich auch ohne Motor und nur mit der Kraft des Windes! Heute Mittag haben wir außerdem unsere deutsche Flagge eingeholt, da wir die deutschen Küstengewässer verlassen haben. Bald hissen wir die norwegische Flagge auf dem Weg zu den gigantischen Kelpwäldern, auf die wir uns schon riesig freuen. Gerade haben wir noch spannende Wartungsarbeiten an einem Offshore-Windpark beobachtet.

-Tonya Avemarg

Tag 3 – Kelp Quotes – Auf der Nordsee

8.4 knots, this is a good speed for this wind angle.

-Marin Moreau

Tag 3 – Kelp Cam – Tschüss Helgoland, hallo Nordmeer!

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Perfekte Bedingungen, um sich an Bord einzugrooven. Dennoch haben wir haben so im Gefühl, dass die See in den nächsten Tagen noch eine Schippe drauflegen wird…

Bleibt dran, wir nehmen euch mit durch die Welle!

-Tonya Avemarg, Annkatrin Reitz

Tag 3 – Aufbruch in den Norden: Leinen los um 06:30 Uhr!

Heute Morgen haben wir pünktlich um 06:30 Uhr auf Helgoland abgelegt. Mittlerweile haben wir bereits den riesigen Windpark nördlich der Insel passiert und lassen die Küste langsam hinter uns.

An Bord stellt sich nach und nach der echte Segel-Rhythmus ein. Bedeutet also, dass sich alle langsam in das Leben auf See ein grooven. Die Nordsee zeigt sich schon jetzt von ihrer spürbar welligen Seite. Zwar noch recht zahm, aber wir machen uns keine Illusionen: Wir vermuten stark, dass das erst der Vorgeschmack war und die See in den nächsten Tagen noch einiges mehr zu bieten hat.

Wir sind bereit Kurs Nord!

-Annkatrin Reitz(Kat)

Tag 2 – Kelp Cam – Routenveränderung wegen schlechten Wetter

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Wetterumschwung: Kurs auf Norwegen! 

Lea nimmt uns mit in die spontane Routenplanung-Veränderung, denn auf See hat die Natur immer das letzte Wort!

Eigentlich standen auf Helgoland noch fantastische Highlights an, wie eine Ausfahrt auf der Ade, dem Forschungsschiff des AWI. Doch der Blick auf die Wetterkarte macht klar: Wir müssen unsere Zeit hier leider abkürzen. Um nicht in einem ungünstigen Windfeld festzustecken und unser großes Ziel Norwegen sicher zu erreichen, lichten wir schon Morgen früh den Anker.

Schweren Herzens lassen wir Helgoland hinter uns, aber die Vorfreude auf die norwegische Küste treibt uns an.

-Lea Wowra

Tag 2 – Kelp Cam – Uli Kunz und Micheal Sswat zu Besuch auf der Malizia

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Ein Abend, der im Gedächtnis bleibt:

Zum krönenden Abschluss eines rundum gelungenen Tages durften wir mit unseren beiden Gästen, Dr. Michael Sswat und Uli Kunz, noch ein kleines Interview aufnehmen. Es war einfach wunderschön zu hören, mit wie viel Begeisterung und leuchtenden Augen sie über ihre ganz persönliche Liebe zu Kelp sprachen.

Dass Uli und Michael sich bei all ihren Projekten so spontan die Zeit für uns genommen haben, ist alles andere als selbstverständlich und wir sind unglaublich dankbar dafür! Beim gemeinsamen Essen konnten wir völlig entspannt beisammensitzen, lachen und uns stundenlang über das austauschen, was uns alle so tief verbindet.

Mit Dr. Michael Sswat hatten wir einen echten Helgoland-Experten an Bord, der hier jedes Jahr die Laminarien und ihre Haftorgane erforscht und uns mit seinem riesigen Fachwissen enorm geholfen hat. Und Uli Kunz ,Meeresbiologe, Forschungstaucher und Fotograf, steckt mit seiner Begeisterung für Kelp einfach jeden an, er konnte uns noch super Tipps für Norwegen geben, da er dort viele Erfahrungen mit Kelp schon machen konnte. Zudem ist Uli die Inspiration von diesem Logbuch, da er dies bei seiner Zeit, im Februar auf der Malizia Explorer auf einer Antarktis Expedition mit dem ZDF gemacht hat.

Nach diesem inspirierenden Abend und ihren lieben Wünschen für unsere Weiterfahrt stechen wir mit unfassbar viel Rückenwind und voller Herzen wieder morgen in See!

Tag 2 – Kelp Cam – Tages Rückblick

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Was für ein vollgepackter und inspirierender Tag! Antonius fasst uns den zweiten Tag auf der Malizia Explorer zusammen:

Zunächst durften wir die beeindruckenden Haftkrallen der Kelppflanzen genauer unter die Lupe nehmen, die uns das AWI (Alfred-Wegener-Institut) zur Verfügung gestellt hat.

Während ein Teil des Teams vor dem Abtauchen noch beim Birdwatching die artenreiche Vogelwelt Helgolands erkundete, hieß es danach endlich wieder: Ab ins Wasser! Wir konnten die Kelpbestände direkt vor Ort im Wasser beobachten!

Kaum aufgetaucht, wartete schon das nächste Highlight auf uns: Zum gemeinsamen Abendessen durften wir die Meeresbiologen und Wissenschaftler Uli Kunz (bekannt als Meeresbiologe, Forschungstaucher und Naturfotograf) und Dr. Michael Sswat (AWI-Forscher mit Fokus auf Ozeanversauerung und marine Ökosysteme) an Bord begrüßen. Der Austausch über Unterwasserwelten, Forschung und Ozeanschutz war genial, Antonius und das gesamte Team sind absolut begeistert von der Energie und Expertise dieses Tages!

-Antonius Scheffler

 

Tag 2 – Eintauchen bei 20 °C: Das KelpKann-Team auf Helgoland!

Nachdem wir die Kelp Algen unter dem Bionkular gesehen haben, hielt uns nichts lange an Deck: Wir hatten gehört, dass sich an der Unterseite der Südmole im Hafenbecken von Helgoland ein schöner Kelpbestand befinden soll. Davon mussten wir uns natürlich direkt selbst überzeugen!

Bevor es jedoch ins kühle Nass ging, gab uns Antonius noch ein ausführliches Sicherheitsbriefing zum Freitauchen und Schnorcheln – Sicherheit geht an Bord schließlich immer vor. Gegen 14:30 Uhr ging es dann los: Eddie von der Malizia-Crew brachte uns mit dem Dinghi zum Spot, und damit fiel der Startschuss für unsere allererste Schnorchelexpedition der Reise.

Ein voller Erfolg! Unter Wasser stießen wir schnell auf die ersten Kelpbestände, allen voran imposanten Palmentang. Auch wenn die Sichtverhältnisse nicht ganz ideal waren und wir den Wald noch nicht in seiner vollen Fülle überblicken konnten, gab es unglaublich viel zu entdecken: Neben Fischen jeglicher Art und zwei stattlichen Taschenkrebsen wimmelte es nur so von Hydrozoen.

Besonders spannend aus ökologischer Sicht ist, dass wir extrem viele Moostierchen beobachten konnten, die sich auf den Tangblättern festgesetzt haben. Für die Algen bedeutet dieser Bewuchs allerdings Stress. Wenn die Kolonien die Blattoberfläche zu stark bedecken, nehmen sie dem Kelp das nötige Sonnenlicht, was die Photosynthese massiv erschwert.

Der Ausflug war für uns auch die perfekte Gelegenheit, unser komplettes Equipment unter realen Bedingungen zu testen bei 20 °C Außentemperatur, klares Wetter und fast ohne Welle hätten die Testbedingungen kaum besser sein können. Insgesamt waren wir gut 2,5 Stunden im Wasser.

Jetzt steht uns allerdings schon die nächste Logistik-Herausforderung bevor: Neoprenanzüge, Masken und Kameras müssen in Rekordzeit trocknen, denn in Kürze erwarten wir Gäste bei uns an Bord der Malizia Explorer, seid gespannt!

-Annkatrin Reitz

Tag 2 – Kelp im Fokus – Schorcheln vor Helgolands Küste

Bilder: Paula Baierlein

Tag 2 – Kelp im Fokus-Ein schneller Eindruck von Helgoland

Bilder: Annkatrin Reitz

Wir durften die Insel Helgoland jetzt endlich auch von Land aus entdecken! Bei einer Runde entlang der Küste ging es vorbei an der imposanten Langen Anna, deren Felsen so leuchtend rot sind, weil sie aus rotem Buntsandstein bestehen, der viel eisenhaltiges Mineral enthält und über Jahrmillionen oxidiert ist. Ein absolut magischer Anblick!

Besonders angetan hatten es uns die unzähligen Basstölpel, die an den Steilklippen brüten. Doch direkt neben der Faszination traf uns die Realität hart: Die Vögel nutzen als Nestbaumaterial fast flächendeckend alte Fischernetze und Plastiktaue. Sie türmen den Zivilisationsmüll massenhaft auf, ohne zu ahnen, wie gefährlich der menschgemachte Plastikmüll für sie ist. Viele verheddern und erhängen sich darin. Das Bittere: Ein einfaches Entfernen der Netze hilft kaum, da die Vögel sie innerhalb weniger Tage wieder neu anschleppen, denn für sie ist es schlicht ein perfekt erscheinender Baustoff.

Ein zutiefst dystopischer Anblick, der uns schmerzhaft zeigt, wie dringend der Schutz unserer Meere ist. Und trotzdem, oder genau deshalb, verlassen wir diese kleine Insel mit noch mehr Entschlossenheit für unsere Mission!

-Annkatrin Reitz(Kat)

Tag 2 – Kelp Cam – Kelp kann für ganz viel Leben ein Zuhause sein

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Im Vormittag des zweiten Tages haben wir Haftenkrallen von den Forschungtaucher:Innen vom Awi, alfredwegnerinstitut, auf Helgoland zur Verfügung gestellt bekommen.

Nun gucken wir uns das Mikroskopische Leben unter dem Binokular an. Erste Erkenntnisse zeigen das Kelp ein Zuhause für verschiedenste Lebewesen sein kann. Wir haben unteranderem Hydrozen, Moostierchen, Seepocken, Flohkrebse, Fischlaich, Seescheiden auf dem Kelp und insbesondere unten an der Pflanze dem Haftorgan vorfinden können.

Tonya gibt einen kleinen Einblick in unsere Bestimmungsstation.

-Tonya Avemarg

Bilder: Annkatrin Reitz

Tag 2 – Kelp Crew Quotes

Heute Morgen, als wir den Kelp vom Hafen abgeholt haben, lagen wir alle plötzlich auf dem Steg, um einen besseren Blick nach unten auf die Unterwasserwelt zu haben. Während die Spaziergänger sich über das Geländer der Kaimauer beugten, um uns besser zu betrachten.

-Janosch Labesius

Bilder: Paula Baierlein

Tag 2 – Kelp Cam – Ankunft auf Helgoland

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Land in Sicht!  Nach einer intensiven ersten Nacht auf der Malizia Explorer sind wir sicher auf Helgoland angekommen. Im heutigen Logbuch-Update teilt Karlotta ihre frischen Eindrücke von der Überfahrt und gibt einen Ausblick darauf, was das Team heute auf und unter Wasser erwartet

-Karlotta Hamburg

Tag 2 – Kelp Quotes

„Aufgewacht mitten auf der Nordsee: Am Horizont schält sich langsam Helgoland aus dem Dunst, umringt von gigantischen Containerschiffen, die geduldig auf die Einfahrt nach Hamburg warten. Über all dem ein Sonnenaufgang, der das Meer in goldenes Licht taucht, ein Anblick voller Magie und ein stummes Versprechen, dass diese Reise noch Großes und Wundervolles für uns bereithält.“

-Annkatrin Reitz (Kat)

Bild: Paula Baierlein

Tag 1 – Kelp Quotes – Beginne

„Tag 1 auf der Malizia Explorer! Neues Schiff, neue Crew, aber von Minute eins steht fest: Wir sind auf einer gemeinsamen Mission für unsere Ozeane und vor allem die Kelpwälder! Die Motivation an Bord ist riesig. Man spürt richtig, wie sehr alle darauf brennen, die Kelpwälder zu entdecken und echten Wandel anzustoßen. Das wird eine unglaublich inspirierende und zukunftsweisende Zeit, die hoffentlich in jedem etwas Zuversicht wecken kann!“

-Annkatrin Reitz(Kat)

Tag 1 – Kelp Cam – Tages Rückblick

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Ein intensiver erster Tag auf der Malizia Explorer geht zu Ende – und in unserem Logbuch gibt es frischen Lesestoff!

Heute übernehmen Janosch und  Luisa das Tages-Update und nehmen uns mit durch ihre ersten Expeditionstag zwischen Wellengang, den Einzug auf das 20-tägigen Zuhause und sein Eindruck von der Malizia.

-Luisa Felschen & Janosch Labesius

Tag 1 – Erste Eindrücke

Kiel, 10 Uhr, Schwentine und der gigantische Mast der Malizia Explorer, der majestätisch die anderen Boote überragt. Wir sind total verrückt danach, an Bord klettern zu dürfen.

Direkt heißt es, das schwere Gepäck zu verstauen: Vom Tauchblei über riesige Flossen bis hin zu den alltäglichen Klamotten muss alles an Bord.

Gegen Mittag legen wir ab. An Bord der Malizia Explorer. Ich kann es kaum fassen!

Und wir bemerken: Dieses Schiff ist berühmt. In der Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals sind wir richtige Stars. Schnell heißt es: „Tschüss, Kieler Förde!“ Und seitdem motoren wir in Ruhe neben beeindruckenden und bunten Containerschiffen durch die maritime Schnellstraße zur Nordsee.

Schnell? Naja, so 6,5 Knoten. Segelnd wären wir schneller, doch das kommt noch.

Die Stimmung ist bombastisch, die Sonne scheint und es ist viel Zeit für witzige Fotoshootings und ein erstes Kennenlernen. Wir haben unsere „Kelp Kann!“-Shirts an und es herrscht Weltretterstimmung.

Die Crew ist toll und nach einer Ansprache zu „Life on Board“ wissen wir jetzt auch Bescheid, wie das hier miteinander läuft. 20 Tage. Zu vierzehnt auf diesem wunderschönen Boot.

Ganz wichtig: Wenn man seekrank ist, gar nicht erst versuchen, sich ins Meer zu übergeben. Ich glaube, das Deck der Malizia ist sehr dankbar für diese Regel. Und Kaffee und Tee gibt es für alle.

Wasser und Energie sind limitiert und der Skipper sprach von unserem „kleinen Planeten“, um uns klarzumachen, dass die Ressourcen begrenzt sind. Genau wie auf unserem großen Planeten.

Jetzt am Abend, mit der sinkenden Sonne, bereits produziertem Social-Media-Content und tollen Ideen, sind wir immer noch nicht in der Nordsee – aber glücklich und noch gespannter auf unser gemeinsames Abenteuer.

Morgen erreichen wir dann bereits Helgoland. Da warten spannende Kelp-Proben auf uns und wir können uns endlich dem Entdecken widmen.

Einen schönen Abend von Bord!

-Tonya Avemarg

WhatsApp
Facebook
Email
Twitter
Bildquellen dieser Seite anzeigen

  • WhatsApp Image 2026-08-01 at 13.14.05: © Okeanos Stiftung
  • day5-20: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-59: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-7: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-49: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-82: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-37: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-13: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-69: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-22: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-74: © Okeanos Stiftung
  • einzelfoto-77: © Okeanos Stiftung
  • day5-15: © Okeanos Stiftung
  • day5-17: © Okeanos Stiftung
  • day5-16: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 6-3: © Okeanos Stiftung
  • Bildschirmfoto 2026-07-03 um 15.00.18: © Okeanos Stiftung
  • day11-32: © Okeanos Stiftung
  • IMG_6695: © Okeanos Stiftung
  • FullSizeRender: © Okeanos Stiftung
  • FullSizeRender: © Okeanos Stiftung
  • FullSizeRender: © Okeanos Stiftung
  • day9-23: © Okeanos Stiftung
  • day9-9: © Okeanos Stiftung
  • day9: © Okeanos Stiftung
  • IMG_5860: © Okeanos Stiftung
  • WhatsApp Image 2026-08-07 at 18.19.06: © Okeanos Stiftung
  • WhatsApp Image 2026-08-07 at 18.19.07: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 7 -1: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 7 -7: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 7 -6: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 7 -5: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 7 -3: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 7 -4: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 6-1: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 6-2: © Okeanos Stiftung
  • day6-2: © Okeanos Stiftung
  • day6-4: © Okeanos Stiftung
  • day6-3: © Okeanos Stiftung
  • day6-10: © Okeanos Stiftung
  • day6-18: © Okeanos Stiftung
  • day6-22: © Okeanos Stiftung
  • day6-24: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0316: © Okeanos Stiftung
  • day6-49: © Okeanos Stiftung
  • day6-51: © Okeanos Stiftung
  • day6-53: © Okeanos Stiftung
  • day6-47: © Okeanos Stiftung
  • day6-67: © Okeanos Stiftung
  • day6-26: © Okeanos Stiftung
  • day6-27: © Okeanos Stiftung
  • day6-32: © Okeanos Stiftung
  • day6-30: © Okeanos Stiftung
  • day6-48: © Okeanos Stiftung
  • day6-63: © Okeanos Stiftung
  • day6-73: © Okeanos Stiftung
  • day6-72: © Okeanos Stiftung
  • day6-75: © Okeanos Stiftung
  • day6-77: © Okeanos Stiftung
  • day6-81: © Okeanos Stiftung
  • day6-41: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0234: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0235: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0238: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0262: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0242: © Okeanos Stiftung
  • day5-24: © Okeanos Stiftung
  • day5-4: © Okeanos Stiftung
  • day5-18: © Okeanos Stiftung
  • day5-13: © Okeanos Stiftung
  • day5-28: © Okeanos Stiftung
  • day5-14: © Okeanos Stiftung
  • day5-34: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0195: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0193: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0190: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0201: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0199: © Okeanos Stiftung
  • day5-38: © Okeanos Stiftung
  • day5-40: © Okeanos Stiftung
  • day5-36: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0143: © Okeanos Stiftung
  • day5-7: © Okeanos Stiftung
  • day5-11: © Okeanos Stiftung
  • day5-9: © Okeanos Stiftung
  • day5-12: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0200: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0026: © Okeanos Stiftung
  • day4-7: © Okeanos Stiftung
  • day4-11: © Okeanos Stiftung
  • day4-22: © Okeanos Stiftung
  • day4-16: © Okeanos Stiftung
  • day4-9: © Okeanos Stiftung
  • day4-12: © Okeanos Stiftung
  • day4-2: © Okeanos Stiftung
  • day4-15: © Okeanos Stiftung
  • day4-8: © Okeanos Stiftung
  • Lea_Wowra_Gannet_Basstoelpel: © Okeanos Stiftung
  • Lea_Wowra_White_Beaked_Dolphin: © Okeanos Stiftung
  • Lea_Wowra_Möwe: © Okeanos Stiftung
  • Bildschirmfoto 2026-08-04 um 16.54.44: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 4 – Schieflage-2: © Okeanos Stiftung
  • day3: © Okeanos Stiftung
  • day3-5: © Okeanos Stiftung
  • day3-8: © Okeanos Stiftung
  • Kelp Kann – Tag 4 – Schieflage: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0118: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0153: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0126: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0145: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0124: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0125: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0151: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0079: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0038: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0066: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0104: © Okeanos Stiftung
  • DSC_0052: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0065 2: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0064: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0102: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0103: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0105: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0109: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0114: © Okeanos Stiftung
  • IMG_0121: © Okeanos Stiftung