WOA-COMMUNITY
Community-Projekte
Mit Waves of Action wollen wir dich für den Lebensraum Ozean begeistern und dir ermöglichen, diese Begeisterung in die Gesellschaft zu tragen. Unsere Community vernetzt sich dazu online und offline über Deutschland hinweg in Form von Begegnungswochenenden, Projekten und Workshops, die in regelmäßigen Abständen stattfinden.
Hier gewinnst du einen Einblick in unsere bestehenden Projektgruppen.
Save the Wave
“Warum geschützt nicht sicher heißt”
Die Save the Wave-Gruppe sind ein Team bestehend aus fünf engagierten jungen Menschen mit vielfältigen Hintergründen: von FÖJlern über Work&Traveler bis hin zu Wirtschafts- und Informatik-Studenten. Was sie verbindet, ist die gemeinsame Vision, den Schutz der Ozeane durch einen Dokumentarfilm aus einer neuen Perspektive zu beleuchten.
Obwohl sie alle mehr oder weniger Neulinge im Filmemachen sind, versuchen sie immer wieder neue Aufgaben mittels Aneignung neuer Fähigkeiten durch autodidaktisches Lernen und Workshops zu bewältigen. Mit regelmäßigen Online-Meetings und viel Engagement treiben sie das Projekt voran.
Ein zentraler Meilenstein war der 9-tägige Filmdreh an Bord der Vaka Okeanos im September 2024. Während dieser intensiven Zeit konnten sie ihre Protagonisten auf deren Reise im Pelagos-Walschutzgebiet an der Côte d’Azur begleiten. Ebenfalls haben sie bereits spannende Interviews mit führenden Expert: Innen wie der Tiefsee & Polarforscherin Prof. Dr. Antje Boetius, dem Ozeanforscher Dr. Enric Sala und der Juristin Dr. Anna von Rebay geführt.
Im Mittelpunkt ihres Films steht das Thema Meeresschutzgebiete, dargestellt anhand des Pelagos-Walschutzgebiets. Durch die Erlebnisse der Protagonist: Innen wird deutlich, dass der Schutzstatus allein oft nicht ausreicht. Der Film zeigt eindrücklich, wie militärische Schießübungen, intensiver Tauch-Tourismus und eine Vielzahl von Superyachten und Kreuzfahrtschiffen mitten im Schutzgebiet die ökologischen Ziele gefährden. Gleichzeitig beleuchtet der Film die Entstehung, Herausforderungen und Wirksamkeit von Meeresschutzgebieten und unterstreicht die zentrale Bedeutung der Ozeane für das globale Ökosystem.
Derzeit befinden sie sich mitten in der Postproduktion. Zu den aktuellen Aufgaben gehören die Sichtung und Synchronisation des Filmmaterials, die Transkription der Interviews sowie die Umsetzung eines detaillierten Storyboards. Parallel entwickeln sie klare Workflows, um die verbleibenden Schritte effizient zu gestalten.
Sie sind bestrebt, einen Film zu schaffen, der sowohl informiert als auch sensibilisiert – für die dringende Notwendigkeit eines wirksamen Meeresschutzes.
Hier kannst du die Projektgruppe verfolgen und erreichen:
Seagrass Guards
Seit 2023 setzen sich die Seagrass Guards für den Schutz der Seegraswiesen im Mittelmeer ein. Ihr Ziel ist es, stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, dass 1 m² Seegras bis zu 50-mal mehr CO₂ speichert als 1 m² europäischer Wald, dass es Lebensraum für Millionen von Meeresbewohnern schafft und unsere Küsten vor Erosion schützt.
Trotz seiner enormen Bedeutung ist dieses Ökosystem massiv bedroht – durch fehlerhaftes Ankern, Grundschleppnetzfischerei, Düngermittel und die zunehmende Umwandlung natürlicher Buchten in touristische Badezonen.
Um Seegraswiesen langfristig zu erhalten, setzen sich die Seagrass Guards dafür ein, sie langfristig weltweit als Marine Protected Areas auszuweisen.
Ein zentraler Baustein ihrer Arbeit ist ein mit Esther Gonstalla illustriertes Booklet, das aufklärt, sensibilisiert und zeigt, wie einfach verantwortungsvolles Verhalten auf dem Wasser sein kann – damit das Ankern auf Seegraswiesen bald der Vergangenheit angehört.
Im Sommer 2025 führten die Seagrass Guards ihre erste eigene Aktion an der Côte d’Azur durch:
Mit Kanus konnten sie Tages-Bootscharter:innen direkt auf dem Wasser erreichen, Booklets verteilen und Gespräche über den Schutz dieses Ökosystems führen. Gemeinsam setzen sie ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige Zukunft unserer Meere.
Zudem konnten die Seagrass Guards erstmals umfangreiche Daten erheben und herausfinden, wie Tourist:innen, Bootscharter:innen, Tauchlehrer:innen und Segellehrer:innen zum Thema Seegras stehen. Dabei zeigte sich ein ambivalentes Bild:
Zwar ist das Bewusstsein für die Bedrohung der Seegraswiesen bei nahezu allen Befragten vorhanden, dennoch fühlen sich viele durch Schutzregelungen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt und sind kaum bereit, für nachhaltige Maßnahmen zusätzliche Kosten zu tragen. Gleichzeitig löste die Information über den enormen Klimanutzen von Seegras bei vielen Erstaunen aus.
Das klare Ergebnis dieser Reise: Es braucht noch deutlich mehr Kommunikation und Aufklärung – besonders vor dem Hintergrund des aktuellen politischen Rechtsrucks, der Natur- und Meeresschutz gesellschaftlich zunehmend unter Druck setzt.
Ein weiterer wichtiger Fortschritt: Die Seagrass Guards konnten sich mit dem Nationalpark Port-Cros vernetzen. Ab Sommer 2026 werden sie dort die Öffentlichkeitsarbeit rund um ein neues Anker-Bojen-System mit ihrem Booklet unterstützen und an einer Kommunikationsstrategie mitwirken, die Akzeptanz für nachhaltige Ankersysteme stärken soll.
Seit der Stakeholderreise haben die Seagrass Guards außerdem einen Vortrag beim Senckenberg-Institut sowie auf der LCOY gehalten und damit neue Zielgruppen über Seegras und seine Bedeutung informiert. Zusätzlich wurden sie mit dem 3. Platz des PRIO1-Klimapreises und dem Deutschen Jugend-/Naturschutz-Preis ausgezeichnet – wichtige Anerkennungen ihres Engagements.
Bei Interesse an einer Zusammenarbeit oder weiteren Informationen kannst du die Projektgruppe jederzeit per Mail oder über Instagram kontaktieren.
no plastic is fantastic
Plastik im Alltag zu reduzieren ist leichter als gedacht! Das haben auch wir bereits festgestellt, eine Gruppe, die beim Community-Wochenende 2025 zusammengefunden hat. Seitdem probieren wir aus, informieren uns, tauschen uns aus und finden simple und kostengünstige Alternativen zu Plastik im Alltag. Plastik in den Weltmeeren ist ein riesiges Problem, deshalb zählt jede Handlung! In einem monatlichen Infoblatt teilen wir mit euch Tipps und Tricks aus unseren Recherchen und Experimenten. Wir freuen uns über alle Fragen und Anmerkungen, gerne könnt ihr auch unserer Gruppe beitreten.
UNOC erklärt
Was passiert eigentlich auf der Weltozeankonferenz? Wieso hat der Großteil unserer meeresinteressierten Community noch nie davon gehört?
UNOC erklärt konnte im Juni 2025 hinter die Protokolle der UN-Konferenz schauen, die man sonst auf Google findet. Sie sind dazu mit der Vaka Okeanos, einem traditionell-polynesischen Katamaran, nach Nizza gesegelt. Vor Ort haben sie zahlreiche spannende Persönlichkeiten interviewt und bauen aktuell einen Instagram-Account (@unoc_erklaert) auf. Zudem sind sie dabei, Zeitungsartikel und weiteren Outreach herauszubringen.
Die nächste Weltozeankonferenz findet 2028 statt und wird von Chile und Südkorea ausgetragen.
LCOY-Action
Bei der Local Conference of Youth (LCOY) 2024 in Berlin waren 20 Mitglieder der WOA-Community vertreten und stellten mit Erstaunen fest, dass bei dieser Konferenz für Nachhaltigkeit nur zwei Workshops dem Thema Ozean gewidmet waren. Angesichts der essenziellen Rolle der Ozeane für das globale Klima und die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele sieht das Team hier großen Handlungsbedarf.
Bereits dieses Jahr hat die Projektgruppe durch eine kreative Kunst-Aktion auf der LCOY für den Ozean sensibilisiert. An ihrer interaktiven Station informierten sie Besucher: Innen über die Ziele des SDG 14 (Leben unter Wasser). Im Anschluss waren die Besucher: Innen der LCOY eingeladen, ihre Vision eines zukünftigen, gesunden Ozeans zu malen. Abschließend konnte jede Person einen persönlichen Call to Action entwickeln, um zu reflektieren, wie sie selbst zur Verwirklichung ihres Wunsch-Ozeans beitragen können.
In Zukunft hat das Projektgruppenteam vor einen eigenen Workshop für die LCOY 2025 zu entwickeln, der das Bewusstsein für die Bedeutung der Ozeane schärft und konkrete Lösungsansätze vermittelt. Sowie gezielt Referent: Innen aus den Bereichen Meeresforschung, Meeresschutz und nachhaltige Entwicklung für die LCOY 2025 gewinnen.
Das Projekt befindet sich aktuell in der Konzeptionsphase des gesamten Projekts, und erste Ideen werden gesammelt.
Ziel ist es, bis zur LCOY 2025 ein umfassendes WOA-Programm zu erarbeiten, das nicht nur informiert, sondern auch inspiriert. Die Projektgruppe lädt alle Interessierten dazu ein, das Projekt zu verfolgen und mitzugestalten. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass der Ozean als unverzichtbarer Teil unserer nachhaltigen Zukunft verstanden und auf der LCOY angemessen repräsentiert wird. Stay tuned!
Bei Interesse, schreib der Projekgruppe gerne eine Mail:
Stencil for Oceans
Street Art für den Weltwassertag am 22.03.25
Im Rahmen des Weltwassertags planen wir kreative Kunstaktionen im öffentlichen Raum, um das Wasser und damit auch das Meer mit all seiner Lebendigkeit, Schönheit und Wichtigkeit – näher an das Bewusstsein der Menschen zu bringen.
Mit selbstgemachten Stencils wollen wir in Form von Kreide-Graffiti an verschiedenen Orten des Wassers Zeichen setzen, um so darauf aufmerksam zu machen, wo das Meer eigentlich beginnt – an Gullys, Brunnen, Flüssen, Bächen und mehr.
Mit der Anleitung, die wir für dich erstellt haben, kannst du ganz einfach deine eigenen Stencils machen. Wir bieten dir Motive zum Download sowie eine Materialliste. Keine Sorge, es ist wirklich easy!